Energie: Mini-Meiler für den Kohlenkeller

Energie: Mini-Meiler für den Kohlenkeller

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Neue Kleinkraftwerke rücken die autonome Energieversorgung in greifbare Nähe

von Dieter Dürand

Neue Batterien und Kleinkraftwerke rücken die autonome Energieversorgung für alle in greifbare Nähe. Die Technik rechnet sich schon nach wenigen Jahren.

Endlich ihre eigenen Energieversorger zu sein, das wünschen sich laut einer Forsa-Umfrage 84 Prozent der Deutschen. Das ist kein Wunder. Zehntausende Stromkunden haben dieser Tage die Nachricht drastisch steigender Preise erhalten. Die für Heiz- und Warmwasser sind um durchschnittlich 18 Prozent gestiegen.

Viele Bürger machen nun ernst. Mit etwa sieben Gigawatt haben sich die Deutschen dieses Jahr mehr Solarmodule aufs Dach geschraubt als je zuvor. Die solare Selbstversorgung klappt allerdings nur, wenn die tagsüber gewonnenen Watt und Volt in die Nacht gerettet werden können.

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Dafür wollen die deutschen Branchengrößen Solarworld und Solon nächstes Jahr erstmals besonders leistungsstarke Batterien auf Lithium-Basis anbieten: Sie sollen bis zu zehn Kilowattstunden Strom speichern, was in etwa dem Tagesverbrauch eines Vier-Personen-Haushalts entspricht. Die Kosten der Anlagen liegen allerdings bei mindestens 8000 Euro.

Anschaffungspreis innerhalb weniger Jahre amortisiert

Besser dran ist, wer neben Elektrizität auch Wärme im eigenen Kraftwerk produziert: Der Heiztechnikspezialist Vaillant bietet speziell kleineren Haushalten vom Frühjahr an neue Möglichkeiten. Die Leistung des Mini-Blockheizkraftwerks Ecopower 1.0, in dem ein Gasmotor des japanischen Autobauers Honda arbeitet, ist klein genug dimensioniert, um auch in Einfamilienhäusern wirtschaftlich betrieben werden zu können. Das Zuhause-Kraftwerk deckt nach Vaillant-Angaben rund 70 Prozent des jährlichen Strom- und etwa 80 Prozent des Wärmebedarfs ab. Eine integrierte Therme schaltet sich bei Heizspitzen hinzu. Die doppelte Energieausbeute aus dem Gas amortisiert die Anschaffung in wenigen Jahren. Die Systempreise beginnen bei 15 000 Euro.

Als weitere grüne Energiequelle für den Eigenbedarf kommen immer öfter auch Mini-Windräder ins Gespräch. Zum Beispiel die Anlage Leewise 1000 des Leipziger Herstellers Windependence. Der Rotor aus carbonfaserverstärktem Kunststoff leistet rund 350 Watt. Ein Haus lässt sich damit nicht versorgen, allenfalls ein Wohnwagen. Doch schon in Kürze soll ein Schwestermodell mit 1500 Watt folgen.

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