Energie: Strom selbstgemacht

Energie: Strom selbstgemacht

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Tango-Weltmeisterschaft in Buenos Aires

von Andreas Wildhagen

Atommeiler? Steinkohlekraftwerke? Braucht kein Mensch - könnte man vermuten - solange es Fitnessstudios und Diskotheken gibt, die menschliche Bewegung in Energie umwandeln. Drei Möglichkeiten für jedermann, sich als Stromerzeuger zu betätigen, besonders im Hochsommer, der durch die Klimaanlagen viel Strom frisst und die Preise nach oben treibt - beste Chancen für das Ich-Kraftwerk.

Goodbye Laufzeiten! Welcome Laufband! Und was scheren uns klimaschädliche Emissionen, wenn wir durch Tanzen Strom erzeugen können! Erfinder entdecken die regenerative Energiequlle Nummer eins, den Menschen. Solange er zappelt, trampelt und zuckt, kann er Strom erzeugen und sich somit ganz nebenbei ein Ökogewissen erarbeiten. Das ist keine Zukunftsmusik, die Innovationen lassen nicht lange auf sich warten - es gibt sie schon:

Ökogewissen als Zusatznutzen

Klick 1: Strampelstrom in Berlin und Hongkong: In einem Fitnessstudio im Prenzlauer Berg kann der bewegungshungrige Hauptstadt-Bewohner seine Muskeln spielen lassen und dabei regenrative Energien produzieren. Im Golds Gym ist es möglich, die auf Crosstrainern und Fahrrädern erzeugte Energie entweder zu speichern, für die Beleuchtung zu nutzen oder mitzunehmen. Wer hier voll in die Pedale tritt, kann damit sein Handy oder seinen MP3-Player aufladen. Die Berliner sind nicht die ersten, die auf das Tritt-Watt setzen. Pate stand ein Studio in Hongkong, in dem auf 13 Geräten Höchstleistungen vollbracht werden.

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Große Sorgen müssen sich die Energiekonzerne deswegen allerdings nicht machen. Die Energieausbeute der 13 Hongkong-Fitness-Fahrräder liegt bei der Leuchtkraft von fünf 60-Watt-Birnen für einen Tag. Aber die Motivation ist es und das Ökogewissen, das den Fitnessbesucher als Zusatznutzen angeboten wird. Es geht um den umweltfreundlichen Wohlfühl-Effekt und um Public-Relations.

Klick 2: DiskoStrom in London und New York: In der Diskothek "Club4climate" an der Kings Cross Station soll die Welt tanzend vor dem Klimaschock gerettet werden. Wer tanzt, erzeugt Strom. Eine speziell entwickelte Tanzfläche erfasst die Bewegungen der Gäste, wandelt diese in Energie um und spart dadurch rund 60 Prozent des Strombedarfs der gesamten Veranstaltung. Umweltlich produzierte Gläser stellen sicher, dass die Party CO2-sparend ist. Die Funktion der Disko-Tanzfläche: Im Boden stecken sogenannte "Piezokristalle", die, wenn sie zusammengedrückt werden, elektrische Spannung erzeugen, die wiederum in Batterien geleitet wird. Club4Climate will demnächst in New York eine Filiale eröffnen.

Klick 3: Shake-Strom in Tokio: Der Elektronikkonzern Brother will nach einem Bericht des asiatischen Internetdienstes "Tech-On" auf der Electronic-Messe in Tokio eine Batterie präsentieren, die der Nutzer selbst wieder füllen kann - indem er sie kräftig schüttelt. Die Energiespeicher im Micro- und Mignon-Format enthaltn neben einem Kondensator einen Magneten und eine Spule. Durch Schütteln bringt der Nutzer den Magneten zum Hin- und Herrutschen durch die Spule und erzeugt dadurch Strom. Verwendet werden können solche Shake-Batterien für Installationen, die wenig Strom brauchen, also für leere Akkus von Handys, die unterwegs nicht mehr aufgeladen werden können und für wenige Minuten Gesprächszeit vorübergehend Strom spenden können. Für ein Kurzgespräch reicht der Shake-Strom dann.

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