Enorme Rechenleistung: Forschungszentrum Jülich nimmt Super-Rechner JUGENE in Betrieb

Enorme Rechenleistung: Forschungszentrum Jülich nimmt Super-Rechner JUGENE in Betrieb

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Thomas Lippert, Leiter des Juelich Supercomputing Centre, neben den Supercomputer Jugene

Der schnellste zivile Computer der Welt steht in Nordrhein-Westfalen: Mit einem symbolischen Druck auf den „roten Knopf“ haben Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) und der Vorstandschef des Forschungszentrums Jülich, Achim Bachem, heute den Super-Rechner JUGENE in Betrieb gesetzt.

Die mehr als 65.000 Prozessoren sind in 16 mannshohen Schränken untergebracht und erbringen eine Leistung von insgesamt 167 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde (Teraflops). Das entspricht der Rechenleistung von rund 20.000 durchschnittlichen PCs. JUGENE ist damit der zweitschnellste Computer der Welt überhaupt. Er wird nur noch übertroffen von der Anlage Blue Gene/L im Lawrence Livermore National Laboratory der US- Regierung mit 478 Teraflops. „Dies ist ein Leuchtfeuer für unsere Forschung“, sagte Rüttgers vor der Freischaltung des Systems, das auf dem Typ Blue Gene/P des US-Computerkonzerns IBM basiert.

„Wir haben hier etwas, das es so nirgendwo sonst in Europa gibt.“ Die neue Anlage gilt als Herzstück des Gemeinschaftsprojekts PRACE, einem Konsortium von nationalen Supercomputer-Zentren aus 14 europäischen Staaten. JUGENE soll vor allem für komplexe Simulationsaufgaben aus der Physik und Materialwissenschaft, aber auch für Berechnungen aus Biologie, Medizin, Klimaforschung und Maschinenbau eingesetzt werden. Das Bundesforschungsministerium deckte mit rund 13 Millionen Euro den überwiegenden Teil der Kosten ab.

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