Facebook: Algorithmen sollen selbstständig „Fake News“ erkennen

Facebook: Algorithmen sollen selbstständig „Fake News“ erkennen

, aktualisiert 03. August 2017, 14:53 Uhr
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Im Kampf gegen falsche Nachrichten soll eine neue Software zum Einsatz kommen.

Quelle:Handelsblatt Online

Facebook macht einen weiteren Schritt bei der Bekämpfung der sogenannten „Fake News“. Algorithmen sollen bei der Entscheidung helfen, welche Artikel angezweifelt werden. Nutzer-Kommentare spielen dabei eine große Rolle.

Menlo ParkFacebook will im Kampf gegen gefälschte Nachrichten stärker selbstlernende Software einsetzen. Damit soll unter anderem ermittelt werden, welche auf der Plattform weiterverbreiteten Berichte den mit Facebook kooperierenden Faktenprüfern vorgelegt werden sollen, sagte Facebook-Managerin Tessa Lyons der Deutschen Presse-Agentur. Neben Beiträgen, deren Wahrheitsgehalt angezweifelt wird, soll mit dem Hinweis „Mehr zum Thema“ deren journalistische Gegendarstellung angezeigt werden. In Deutschland arbeitet Facebook dafür mit dem gemeinnützigen Recherchebüro Correctiv zusammen.

Der Test mit der prominenten Anzeige der Faktenprüfer-Beiträge wurde am Donnerstag neben Deutschland auch in den USA, Frankreich und den Niederlanden gestartet.

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Facebook wolle selbst nicht entscheiden, ob ein Nachrichtenbeitrag korrekt oder falsch sei, bekräftigte Lyons. Die selbstlernende Software stütze sich derzeit bei der Auswahl möglicherweise zweifelhafter Inhalte auf Hinweise und Kommentare der Nutzer. Mit der Zeit wolle man damit das Erkennen gefälschter Nachrichten immer weiter verbessern.

Die Ausbreitung gefälschter Nachrichten bei Facebook hatte im US-Präsidentschaftswahlkampf im vergangenen Jahr für viel Aufsehen und Kritik gesorgt. Das Online-Netzwerk verschärfte in den vergangenen Monaten das Vorgehen dagegen immer weiter. Dabei geht es zum einen darum, die finanziellen Anreize einzudämmen – ein Großteil der gefälschten Nachrichten wurde laut Facebook verbreitet, um mit Klicks Geld zu verdienen. Zugleich räumte Facebook ein, dass versucht werde, die Plattform für politische Manipulation der Nutzer zu missbrauchen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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