H7N9: Vogelgrippe verbreitet sich durch die Luft

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H7N9: Vogelgrippe verbreitet sich durch die Luft

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Die Vogelgrippe kann sich auch über die Luft verbreiten.

Nach einer Infektionswelle mit dem Virus H7N9 melden Behörden in China seit Wochen keine neue Ansteckungen mehr. Für eine Entwarnung ist es aber noch zu früh: Eine Studie zeigt, dass sich das Virus direkt unter Säugetieren verbreiten kann - sogar durch die Luft.

Die neue Vogelgrippe H7N9 kann nach einer Studie auch durch die Luft übertragen werden. Beim direkten Kontakt zwischen Frettchen habe sich der Erreger leicht verbreitet und weniger effektiv sogar auf dem Luftweg, schreiben die Wissenschaftler aus China, Kanada und den USA im Journal „Science“. „Diese Tierstudie zeigt uns, dass ein enger Kontakt nötig ist, damit sich das Virus verbreiten kann“, sagte der Wissenschaftler David Kelvin von der Universität Toronto (Kanada) laut einer Mitteilung seines Instituts

Die Forscher hatten den Erreger von einem verstorbenen Patienten isoliert und in die Nase von sechs Frettchen geträufelt. Einen Tag später setzten sie drei gesunde Frettchen in den Käfig zu den infizierten Tieren. Direkt daneben stellten sie einen weiteren Käfig mit drei gesunden Frettchen. Im Käfig mit den infizierten Tieren steckten sich alle Marder an. In dem etwas weiter entfernt stehenden Käfig wurde nur eines der drei Säugetiere infiziert.

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„Unter geeigneten Bedingungen ist eine Übertragung zwischen Menschen vermutlich möglich“, folgern die Forscher. Frettchen werden häufig als Säugetiere für Tests benutzt, um eine Übertragung von Mensch zu Mensch zu prüfen.

Noch ein zweites Resultat macht den Forschern Sorge: Schon mindestens einen Tag bevor die Tiere Symptome der Krankheit zeigten, stellten die Wissenschaftler den Erreger in deren Nasen fest. Daraus schließen sie, dass vermutlich auch Menschen das Virus verbreiten könnten, bevor sie selbst erkranken. Dies würde die Kontrolle einer Epidemie deutlich erschweren. Sollte sich der Erreger leicht unter Menschen übertragen, so könne er sich weit verbreiten, folgern die Wissenschaftler.

Der Virologe Prof. Hans-Dieter Klenk von der Universität Marburg, warnt davor, das Resultat für den Menschen überzubewerten. „Die Studie beruht auf streng kontrollierten Versuchen an Frettchen. Es gibt bisher keinen Beweis dafür, dass sich das Virus von Mensch zu Mensch überträgt.“ Dennoch müsse man den Erreger genau beobachten, da er einige Eigenschaften habe, die typisch für menschliche Influenzaviren seien.

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Chinesische Behörden hatten Ende März das erste Mal von Infektionen des Virus bei Menschen berichtet. In den Wochen danach hatten Gesundheitsämter immer mehr Infizierte diagnostiziert und Tote gemeldet. Mittlerweile scheinen das Keulen tausender Vögel und weitere Vorsichtsmaßnahmen Wirkung zu zeigen: Seit dem 8. Mai hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) keine neuen Infektionen mehr gemeldet. Bislang sind demnach 36 Menschen an H7N9 gestorben. 131 Patienten wurden der Statistik zufolge mit dem Erreger infiziert.

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