100 Jahre Allgemeine Relativitätstheorie: Albert Einsteins Triumph

100 Jahre Allgemeine Relativitätstheorie: Albert Einsteins Triumph

Vor 100 Jahren veröffentlichte Albert Einstein seine Allgemeine Relativitätstheorie. Im Jubiläumsjahr feiert die revolutionäre Theorie einen Triumph: Den ersten direkten Nachweis der Gravitationswellen.

Wer heute sein Navi einschaltet, findet auch mit Hilfe von Albert Einstein zum Ziel. Erst die Allgemeine Relativitätstheorie ermöglicht die gewünschte Genauigkeit der Satellitennavigation. Diese praktische Anwendung konnte Einstein nicht vorhersehen, als seine umwälzende Theorie vor 100 Jahren, am 11. Mai 1916, im Fachblatt „Annalen der Physik“ veröffentlicht wurde. Die Wirkung seiner Arbeit war jedoch viel tiefgreifender: Mit der Allgemeinen Relativitätstheorie revolutionierte das Jahrhundertgenie das Weltbild der Physik - auch wenn das nicht sofort klar war.

Immer wieder haben sich Einsteins Vorhersagen in der Realität bestätigt. Im Jubiläumsjahr krönt nun der erste direkte Nachweis sogenannter Gravitationswellen die Allgemeine Relativitätstheorie. Die Wellen werden der Theorie zufolge von großen Massen erzeugt, wenn diese sich bewegen, und verzerren den Raum selbst. Das gerade aufgerüstete Ligo-Observatorium in den USA konnte erstmals die Gravitationswellen von zwei Schwarzen Löchern auffangen, die in rund 1,3 Milliarden Lichtjahren Entfernung von der Erde verschmolzen waren.

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„Das ist mit Sicherheit der Beginn einer neuen Ära in der Astronomie“, urteilte der Direktor am Albert-Einstein-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Potsdam und Hannover, Prof. Bruce Allen, bei der Präsentation der Entdeckung im Februar. An Allens Institut, das an der internationalen Ligo-Kooperation beteiligt ist, war das Signal zuerst bemerkt worden. Die Beobachtung bestätigte nicht nur die Existenz von Gravitationswellen, sondern auch von verschmelzenden Schwarzen Löchern.

Gravitationswellen Diese Physik-Sensation ist auch für Normalos spannend

Forscher haben direkt die Existenz von Gravitationswellen nachgewiesen. Na und? Abwarten. Was die Wissenschaft als großen Durchbruch feiert, könnte auch für uns Laien äußerst spannend werden.

Gravitationswellen Quelle: dpa

Die Allgemeine Relativitätstheorie hat sich damit selbst dort als erfolgreich erwiesen, wo ihr Entdecker es nicht für möglich hielt. „Einstein hat nicht geglaubt, dass man Gravitationswellen jemals nachweisen können wird, und er hat nicht an Schwarze Löcher geglaubt“, betont Allen. „Ich denke, er würde sich freuen, dass er in beiden Punkten unrecht hatte.“ Den Kern seiner Theorie hatte Einstein bereits ein paar Monate vor der Veröffentlichung in den „Annalen“ an der Preußischen Akademie der Wissenschaften in Berlin vorgestellt. „Es war ein Jahrtausendereignis der Wissenschaft, das damals in Berlin stattgefunden hat“, urteilt Prof. Hermann Nicolai, ebenfalls Direktor am Albert-Einstein-Institut. „Aber es ist erst im Laufe der folgenden Jahrzehnte klar geworden, was das für eine Leistung war.“

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