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3D-Drucker: NASA will Astronauten-Futter drucken

von Rebecca Eisert

Enterprise-Captain Jean-Luc Picard orderte von seinem Replikator gerne eine Tasse Earl Grey-Tee. Das Science-Fiction-Gerät könnte bald Wirklichkeit werden. Die NASA investiert in ein Projekt zum 3D-Druck von Speisen.

Hedwig Heinsmann, Architekt aus Amsterdam, will die Baubranche revolutionieren und vor allem umweltfreundlicher machen. Er arbeitet bei Dus Architects, einem Architekturbüro, das das erste Haus aus dem 3D-Drucker zu bauen versucht. Bisher stehen nur einige, 180 Kilogramm schwere Bauteile des Hauses. Innerhalb von drei Jahren soll daraus im Lego-Verfahren ein Haus mit 13 Räumen entstehen.

Bild: obs

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Es klingt fantastisch: Die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA hat einen 6-Monate-Vertrag mit dem texanischen Unternehmen Systems & Materials Research Corporation unterzeichnet. 125.000 Dollar investieren die Forscher damit in die Entwicklung eines 3-D-Druckers, der aus Pulver genießbare Mahlzeiten macht. Das Unternehmen von Maschinenbauer Anjan Contractor will nicht nur Speisen für Weltraumreisende drucken, mit der Erfindung will er nichts geringeres als den Hunger auf der Erde bekämpfen.

Das Ökosystem der Erde sei für nicht mehr als 12 Milliarden Menschen ausgelegt. Sollten einmal mehr Menschen die Erde bevölkern müsse man andere Möglichkeiten finden Nahrungsmittel herzustellen. So könne man auch aus Insekten lebenswichtige Proteine gewinnen. Aus dem Proteinpulver sollen dann neue Speisen gedruckt werden. Auf der Nachrichtenseite Quartz erzählt er: "Unsere Ziel ist es, alle Kohlenhydrate, Proteine sowie Makro- und Mikro-Nährstoffe in Pulverform bereit zu stellen. Wir entziehen ihnen die Feuchtigkeit und so wären sie vielleicht 30 Jahre genießbar."

In einem You-Tube-Video ist bereits zu sehen wie der Drucker einen Schokoladenkeks "druckt":

Für die NASA sind die Drucker deshalb interessant, weil Astronauten auch auf extremen Langstreckenmissionen immer unterschiedlichen Speise zubereiten könnten. Bisher ernähren sich die Wissenschaftler im All hauptsächlich aus Pulver mit lebenswichtigen Nährstoffen und ein paar Aromen oder getrockneten Speisen, die mit Wasser "genussfertig" gemacht werden. Im Vergleich dazu sollen die gedruckten Speisen die reinste haute cuisine werden.

Astronautennahrung Kulinarische Highlights im All

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Wie futurzone.at berichtet, will Contractor den Speisen-Drucker als Open Source anbieten. In zwei Wochen soll mit dem Bau eines Pizza-Druckers begonnen werden, um die Anwendungsmöglichkeiten zu demonstrieren. Bisher kann der Drucker Teig auftragen und backen und gleichzeitig den Belag verfeinern. Die pulverisierten Tomaten werden beim Druckvorgang mit Öl und Wasser vermengt. Zum Schluss kommt eine Proteinschicht darüber.

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Die Einsatzmöglichkeiten von 3D-Druckern beflügeln derzeit die Fantasie vieler Forscher. Bisher werden die Geräte vor allem in der Industrie und Architektur eingesetzt, um Prototypen von neuen Produkten zu erstellen. Die Grundfunktion ist dabei immer dieselbe. Die Materialien werden pulverisiert - egal ob Metall, Kunststoff oder Holz - und anschließend meist mit Hilfe von Lasern und/oder Klebstoff wieder zusammengesetzt.

Die WirtschaftsWoche hat die verschiedensten Einsatzmöglichkeiten von 3D-Druckern ausführlich beschrieben bis hin zur Forschung mit künstlichen Organen.

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