Besuch auf der ISS: So kann jeder durch die Raumstation wandern

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Besuch auf der ISS: So kann jeder durch die Raumstation wandern

Selbst durch die Internationale Raumstation wandern als wäre man selbst dort oben - das macht ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti möglich. Aus ihren Fotos und Videos ist eine virtuelle Tour geworden mit faszinierenden Eindrücken und tollen Infos. Ein spannendes ISS-Erlebnis.

Wen die Fotos der Astronauten und die Videos von Experimenten fesseln, der dürfte von der virtuellen Tour durch die Internationale Raumstation ISS begeistert sein. Mit Fotos und Videos, die die italienische Astronautin Samantha Cristoforetti von der ISS mitbrachte, hat die Europäische Weltraumorganisation (ESA) ein Panorama des Weltraumlabors gebastelt, das jedem ermöglicht virtuell selbst von Raum zu Raum zu schweben.

Mit jedem Klick lassen sich andere Schilder lesen, Geräte betrachten und Ausrüstungen bestaunen. Beim Erforschen der Räume kann schnell ein Gefühl entstehen, man habe einen hautnahen Blick auf die Ausstattung der tausende Kilometer entfernten Station.

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"Es fühlt sich so an als sei man wieder dort oben", beschreibt Cristoforetti den virtuellen Besuch auf Twitter. Die Ingenieurin, die an der Technischen Universität München studierte und vor ihrer Astronautenkarriere bei der italienischen Luftwaffe arbeitete, verbrachte insgesamt 199 Tage im Weltall - so lange am Stück wie keine andere Frau zuvor. Um die perfekte ISS-Tour möglich zu machen, fotografierte sie alle Einzelheiten der Raumstation - jedes Modul aus verschiedenen Prespektiven und bis zu 15 Mal, schreibt die ESA.

Zudem hat Cristoforetti einige Videos gedreht, in denen sie Dinge wie etwa Versuchsgeräte, das Fitnessgerät oder die Dockingstation erklärt. Für den virtuellen Wanderer sowohl optisch interessant als auch informativ - allzu oft erklärt einem ein Astronaut ja nicht seine Arbeitsstätte.

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huGO-BildID: 47101602 The International Space Station (ISS) crew member Kjell Lindgren of the U.S. waves during his space suit check at the Baikonur cosmodrome, Kazakhstan, July 22, 2015. REUTERS/Shamil Zhumatov Quelle: REUTERS

Raumfahrtfans bekommen damit erstmals einen ganz genauen Überbick, wie die ISS aufgebaut ist, wie sie arbeitet und wie man sich durch sie bewegt. Mittlerweile dient Internationale Raumstation seit mehr als 15 Jahren als Außenposten der Menschheit. Gut ein Dutzend Staaten beteiligt sich an dem Projekt, neben Ländern der Europäischen Union auch Kanada, Japan, die USA und Russland. Doch Moskau will sein Engagement in absehbarer Zeit beenden.

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Seit dem Jahr 2000 sind ständig Menschen auf der ISS. Bei einem Tempo von 28.000 Stundenkilometern erlebt die Mannschaft alle 90 Minuten einen Sonnenaufgang. Ihre Energie bezieht die Station über Solarzellen.

Die 450 Tonnen schwere ISS hat eine Spannweite von 109 Metern und ist 45 Meter hoch. Den Astronauten bleiben 1200 Kubikmeter Wohn- und Arbeitsraum.

Die reinen Betriebskosten für die ISS betragen nach Angaben des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt jährlich 2,2 Milliarden Euro, wovon rund 280 Millionen auf die europäischen Partner entfallen. Deutschland trage gut 100 Millionen Euro.

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