Biologie: Sommerhitze setzt Spermien zu

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Biologie: Sommerhitze setzt Spermien zu

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Forscher haben jetzt herausgefunden, dass die Sommerhitze die Familienplanung behindern kann

von Anke Henrich

Studien zur Qualität der Spermien im Wandel der Jahreszeiten lieferten bisher zwar widersprüchliche Ergebnisse. Allzu heiße Sommerabende behindern aber die Familienplanung, berichtet die Ärztezeitung.

Nun aber haben chinesische Urologen von der Universität Hangzhou ihren Zugriff auf eine Samenbank mit 13 600 Proben genutzt, um Klarheit zu schaffen. Diese Samenbank hat den Vorteil in der Provinz Zhejiang zu liegen, in der die Sommer feuchtheiß und die Winter kurz und kühl sind. Im Juli liegt die Durchschnittstemperatur bei 27-30 °C und damit mehr als 10 °C über der von Berlin, im Januar bei etwa 2- 8 °C.

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Zunächst glichen sie den Zeitpunkt der Samenspende mit der durchschnittlich herrschenden Tageshöchsttemperatur ab. Ihr Erkenntnisgewinn: Der Sommer macht die Spermien lahm. Sowohl das Volumen des Ejakulats als auch Konzentration und Beweglichkeit der Spermien machten im Hochsommer mit Tageshöchstwerten jenseits von 30 °C einen deutlichen Knick. Optimal war die Ausbeute im Frühjahr, am mickrigsten im Hochsommer. Bei größter Hitze war zudem der Anteil von defekten Spermatozoen am höchsten (83 Prozent), am niedrigsten war er im Winter (81,4 Prozent).

Die Forscher kamen zu dem Schluss: Bei fast allen Qualitätsparametern lasse sich ein signifikanter Unterschied zwischen Hochsommer und den übrigen Jahreszeiten ausmachen. Dagegen waren die Unterschiede zwischen den anderen Jahreszeiten gering bis nicht signifikant.

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