Computersimulation: Lange Betriebsdauer bei Raketen mit Ionenantrieb

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Computersimulation: Lange Betriebsdauer bei Raketen mit Ionenantrieb

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Das Modell eines Satellitentriebwerks in Originalgröße ist im Institut für Physik an der Uni Greifswald zu sehen.

2018 soll ein geostationärer Satellit ins All aufbrechen. Die Berechnungen für seinen Antrieb lieferten auch Physiker aus Greifswald. Sie testeten auf Verschleißerscheinungen.

Physiker von der Universität Greifswald haben mit Hilfe einer Computersimulation einen neuartigen Raketenantrieb getestet. Die sogenannten Ionenantriebe arbeiteten nahezu ohne zu verschleißen, sagte der Physiker und Projektleiter Ralf Schneider am Mittwoch in Greifswald. Eine lange Betriebsdauer der Antriebe sei damit gewährleistet.

Die unter anderem vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelten Antriebe sollen Ende 2018 bei der Heinrich-Hertz-Mission zum Einsatz kommen. Ein geostationärer Kommunikationssatellit soll dann 15 Jahre lang um die Erde kreisen.

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„Damit Satelliten mit einer Trägerrakete die Umlaufbahn erreichen, müssen sie Schwerkraft und Luftwiderstand überwinden“, sagte Norbert Püttmann vom DLR. Für diese notwendig hohe Beschleunigung seien herkömmliche Triebwerke - die Treibstoff verbrennen - erforderlich. Im All angekommen seien elektrische Ionen-Antriebe aber wesentlich effektiver. Sie brauchen nur sehr wenig Treibstoff.

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Bislang sei die Lebensdauer von Satelliten im All durch die limitierte Treibstoffmenge und Verschleiß an den Triebwerken begrenzt gewesen, sagte Benjamin van Reijen von der Firma Thales Deutschland, die ebenfalls an der Entwicklung des Antriebs beteiligt ist.

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