Deutscher Zukunftspreis 2013: Gewinner haben neues Laser-Werkzeug erfunden

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Deutscher Zukunftspreis 2013: Gewinner haben neues Laser-Werkzeug erfunden

, aktualisiert 04. Dezember 2013, 19:32 Uhr
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Die nominierten Teams für den Deutschen Zukunftspreis (l-r): Dirk Sutter (Trumpf Laser), Stefan Nolte (Universität Jena) und Jens König (Bosch), Wolfgang Schnick (Universität München) und Peter J. Schmidt (Philips), sowie Ralph Delmdahl, Kai Schmidt und Rainer Pätzel (alle von Coherent LaserSystems).

Der Sieger steht fest: Bundespräsident Joachim Gauck hat am Mittwoch die mit 250.000 Euro dotierte Auszeichnung in Berlin verliehen. Die Arbeit könnte den Bau von Smartphones und Fernsehern grundlegend verändern.

Für die Entwicklung eines hoch präzisen Laser-Werkzeuges haben Forscher der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit Experten der Firmen Bosch und Trumpf den Deutschen Zukunftspreis erhalten. Mit dem Gerät lassen sich Materialien wie Stahl oder Diamant, aber auch medizinische Implantate oder Gläser von Smartphones fein bearbeiten. Die Auszeichnung ist mit 250 000 Euro dotiert. Prämiert werden jedes Jahr marktreife Ideen aus den Technik-, Ingenieur- und Naturwissenschaften.

Das zentrale Thema bei den Nominierungen für den Deutschen Zukunftspreis 2013 heißt „Licht“. Drei Teams aus fünf Bundesländern haben es mit ihren Innovationen in die Endrunde geschafft. Die Jury hatte die Wahl zwischen sparsamen LED-Leuchten, die aussehen wie Glühlampen und warmes Licht abgeben, Werkzeugen, die mit Hilfe von Laser-Strahlen eine präzise Materialbearbeitung ermöglichen sowie einer Laser-Technologie für die Fertigung von hochauflösenden mobilen Displays. Der Preis wird jährlich für technische oder naturwissenschaftliche Entwicklungen vergeben, die in marktfähige Produkte umgesetzt werden.

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Deutscher Zukunftspreis Endlich Licht!

Bundespräsident Joachim Gauck verleiht am Mittwoch den mit 250 000 Euro dotierten Deutschen Zukunftspreis. Der Preis wird ein „Licht“-Projekt ehren

Wolfgang Schnick (Ludwig-Maximilians-Universität München), Mitglied eines nominierten Teams für den Deutschen Zukunftspreis, präsentiert zwei LED-Lampen. Schnick hat mit seinem Team Substanzen mit außergewöhnlichen Eigenschaften entwickelt, die sich als Leuchtstoffe in weißen Leuchtdioden (LED) nutzen lassen. Quelle: dpa

Das sind die Projekte:

  1. Die Gewinner: Wissenschaftler der Friedrich-Schiller Universität Jena und der baden-württembergischen Firmen Bosch in Schwieberdingen und Trumpf Laser in Schramberg setzen ultrakurze Laserblitze zum Bohren und Schneiden von Material für Hochtechnologieprodukte ein. Sie schufen einen Ultrakurzpulslaser für die industrielle Massenfertigung, der Licht in Form energiegeladener Pulse mit der Dauer von Billionstelsekunden aussendet - und damit noch feinere Bearbeitungen ohne Gratbildung und Materialverwerfungen ermöglicht.
  2. In einem Projekt der Ludwig Maximilians-Universität München mit dem Unternehmen Philips Technologie in Aachen geht es um neue Leuchtstoffe, die energiesparend und umweltfreundlich sind - und dazu noch ein angenehmes Licht verbreiten.
  3. Ebenfalls mit einer neuartigen Lasertechnik hat das Unternehmen Coherent LaserSystems in Göttingen seine Produktion revolutioniert. Mit gepulstem ultravioletten Licht lassen sich großflächig die nötigen dünnen Schichten aus kristallinem Polysilizium herstellen. Sie sind die Grundlage für hochauflösende mobile Displays sowie Fernseher der neuesten Generation.

"Mit dieser Fertigungstechnik werden viele neue Produkte möglich, deren bessere Funktion schon jetzt viele Menschen im Alltag nutzen", heißt es in einer Bosch-Pressemitteilung.

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Dazu zählen emissionsärmere und kraftstoffsparende Motoren und Heizungen. Auch eine Verschleißreduzierung an Oberflächen sei möglich. Zudem seien besser verträglichere medizinische Implantate möglich, die verengte Adern länger als bisher offen halten. Auch Smartphone-Hersteller könnten profitieren: Deren zunehmend dünnere und kratzfestere Gläser von Display und Kamera lassen sich fast nur noch mit so einem Lasern schneiden.

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