„Dragon“ zur ISS gestartet: Raketenlandung nicht geglückt

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„Dragon“ zur ISS gestartet: Raketenlandung nicht geglückt

Beim geglückten Start des privaten Raumfrachters „Dragon“ gab es auch eine herbe Enttäuschung: Ein Teil der Trägerrakete sollte - erstmals in der Geschichte der Raumfahrt - auf einer Plattform im Meer landen. Das klappte zwar, aber die Raketenstufe zerbrach.

Start geglückt, Raketenlandung nicht: Zwei Monate nach der Explosion eines unbemannten Versorgungsfrachters ist mit dem „Dragon“ am Samstag erstmals wieder ein privater US-Raumtransporter erfolgreich zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Eine gleichzeitig erstmals getestete Raketenlandung ging allerdings schief. Der vom Unternehmen SpaceX geplante Versuch, ein Teil der „Falcon“-Trägerrakete sicher auf einer schwimmenden Plattform zu landen und wiederzuverwenden, missglückte, wie SpaceX-Betreiber Elon Musk auf Twitter schrieb. „Das war knapp. Aber keine Zigarre heute.“ Musk hatte die Erfolgschancen des ersten Tests zuvor aber auch nur auf weniger als 50 Prozent beziffert.

Die Raketenstufe sei zwar auf der schwimmenden Plattform im Atlantik vor der Küste Floridas gelandet, aber zu hart, schrieb Musk bei Twitter. Dabei sei sie zerbrochen. Die Plattform sei aber intakt geblieben, nur ein paar Ausrüstungsstücke an Deck müssten ersetzt werden. „Für die Zukunft sieht es gut aus.“ Zuvor hatte SpaceX bei Starts bereits mehrfach versucht, einen Teil der Rakete danach sicher im Meer landen zu lassen - es war allerdings immer explodiert. Daraufhin hatte das Unternehmen die 90 Meter lange und 50 Meter breite Plattform gebaut.

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„Ich gehe davon aus, dass wir den Raketenteil mit 80 oder 90 Prozent Wahrscheinlichkeit bei einem der noch ausstehenden Flüge darauf landen und dann wiederbenutzen können“, hatte Musk jüngst der „New York Times“ gesagt. Langfristiger Plan sei zudem, die ganze Rakete landen zu lassen und dann wiederzuverwenden. Das wurde bislang noch nie gemacht, würde die Kosten eines Starts aber dramatisch senken.

Der Start des „Dragon“ glückte unterdessen problemlos. Der Frachter hob mit rund 2000 Kilogramm Nachschub und mehr als 250 wissenschaftlichen Experimenten vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ab, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa per Twitter mitteilte. Am Montag soll er an der ISS ankommen und rund einen Monat bleiben, bevor er befüllt mit rund 1700 Kilogramm Müll und Experimenten wieder in den Pazifik platschen soll.

Vier Wochen zu spät Raumfrachter „Dragon“ ist zur ISS gestartet

Die Pannenserie nahm kein Ende. Jetzt ist der Raumfrachter "Dragon" erfolgreich zur ISS gestartet. Sobald er ankommt, kann ein weiterer Fehler behoben werden - diesmal am Computersystem der ISS.

„Dragon“ hat rund 2300 Kilogramm Nachschub, Material für mehr als 150 wissenschaftliche Experimente und einen neuen Raumanzug an Bord. Quelle: AP


Der Start hatte zuvor wegen zahlreicher Probleme mehrfach verschoben werden müssen. Ende Oktober war ein anderer unbemannter Versorgungsfrachter - der von der Firma Orbital Sciences entwickelte „Cygnus“ - beim Start zur ISS explodiert. An Bord des „Dragon“ befinden sich auch zahlreiche von Schülern konzipierte Experimente. Eines davon befasst sich beispielsweise mit den Auswirkungen der Schwerkraft auf das Verderben von Milch. Die Experimente hatten eigentlich schon im Oktober an Bord von „Cygnus“ zur ISS fliegen sollen, aber verbrannten bei der Explosion des Frachters und wurden nun von den Schülern nachgebaut.

Auch ein kleiner deutscher Beitrag ist mit auf dem Weg zur ISS: Für ein Experiment namens „TripleLux“ sammelten Wissenschaftler auf Sylt Muschelzellen. An ihnen soll nun erforscht werden, wie sich der Aufenthalt im All auf das Immunsystem auswirkt. Der „Dragon“ hat bereits vier Versorgungsflüge zur ISS hinter sich. Insgesamt sind bis 2016 zwölf solcher Missionen vereinbart, der Auftrag hat einen Gesamtwert von umgerechnet mehr als einer Milliarde Euro.

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