Ebola-Patient tot: USA verstärken Überwachung wegen Ebola

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Ebola-Patient tot: USA verstärken Überwachung wegen Ebola

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Nach dem Tod des Ebola-Patienten von Dallas drängt die US-Regierung die Welt erneut, mehr im Kampf gegen Ebola zu unternehmen.

Der erste Mensch, bei dem in den USA Ebola festgestellt wurde, ist tot. Und die Angst wächst. Die Weltbank befürchtet Milliardenkosten, falls die Seuche nicht eingedämmt wird.

Aus Angst vor Ebola verschärfen die USA die Überwachung an ihren Flughäfen. Das Heimatschutzministerium ordnete an, alle einreisenden Passagiere auf Anzeichen der gefährlichen Seuche zu kontrollieren. Am Mittwoch starb der erste im Land diagnostizierte Ebola-Patient - ein Mann aus Liberia, der am 20. September eingereist war. In Westafrika, wo die Epidemie am heftigsten wütet, streikten Gesundheitsmitarbeiter, weil sei keine Gefahrenzulagen bekamen.

Der am Mittwoch verstorbene Liberianer hatte wenige Tage nach seiner Einreise in die USA Ebola-Symptome entwickelt. Zunächst hatte eine Klinik in Dallas den Kranken wieder nach Hause geschickt, erst zwei Tage später wurde er aufgenommen und isoliert. Dutzende Menschen, mit denen der Patient vor seiner Krankenhauseinweisung Kontakt hatte, wurden unter Beobachtung gestellt.

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Nach Angaben eines US-Bundesbeamten soll Reisenden aus Westafrika künftig an fünf US-Flughäfen Fieber gemessen werden - ab Samstag in New York, später auch in Newark, am Flughafen Dulles nahe Washington, Chicago und Atlanta. Der stellvertretende US-Heimatschutzminister Alejandro Mayorkas sagte, Grenzbeamte sollten zudem Informationsmaterial verteilen, auf welche Symptome zu achten ist.

US-Außenminister John Kerry forderte die Fluggesellschaften auf, ihre Verbindungen nach Westafrika aufrecht zu erhalten. Auch die Grenzen dürften nicht geschlossen werden, damit Hilfen und medizinisches Personal in die betroffenen Länder gebracht werden könnten.

Spanien bemühte sich nach der ersten Ebola-Ansteckung außerhalb Westafrikas, eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Dort hat das Virus eine Krankenschwester befallen, die zwei Ebola-kranke spanische Missionare gepflegt hatte. Ein Arzt sagte, die Schwester glaube, sich dabei mit einem Schutzhandschuh ins Gesicht gefasst zu haben. Die Untersuchung sei aber noch nicht beendet.

Der Ehemann der Krankenschwester und zwei ihrer Kolleginnen wurden unter Quarantäne gestellt. Bei einer weiteren Krankenschwester und einem spanischen Ingenieur, der in Nigeria unterwegs gewesen war, bestätigte sich der Ebola-Verdacht nicht. Unter Beobachtung standen etwa 50 weitere Personen, die die verstorbenen Priester gepflegt oder Kontakt zu der Krankenschwester hatten.

In Sierra Leone weigerten sich Friedhofsmitarbeiter aus Protest gegen nicht gezahlte Gelder, Ebola-Tote zu beerdigen. Das Fernsehen des Landes berichtete, die äußerst ansteckenden Leichen lägen in Wohnungen und selbst auf offener Straße. Die stellvertretende Gesundheitsministerin Madina Rahman sagte, ihre Behörde prüfe, warum die Beerdigungsteams seit einer Woche keine Gefahrenzulage gezahlt worden sei. Im Laufe des Mittwochs wurden die Beerdigungen wieder aufgenommen.

Im benachbarten Liberia drohten Krankenhausmitarbeiter mit Arbeitsniederlegungen. Sie verlangten umgerechnet gut 550 Euro Monatslohn und persönliche Schutzausrüstungen. „Wir geben der Regierung bis zum Wochenende Zeit, unsere Forderungen zu erfüllen, sonst stellen wir die Arbeit ein“, sagte der Generalsekretär der Vereinigung der Gesundheitsmitarbeiter, George Williams.

Das ist das Ebola-Virus

  • Das Virus

    Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Es löst ein sogenanntes hämorrhagisches, das heißt mit starken Blutungen einhergehendes, Fieber aus.

  • Sterblichkeit

    Je nach Erregerstamm sterben laut Angaben der WHO 25 bis 90 Prozent der Patienten an einer Ebola-Erkrankung. Trotz intensiver Forschung ist noch kein Heilmittel auf dem Markt, Impfstoffe sind in der Testphase.

  • Der Übertragungsweg

    Seinen Ursprung hat das Virus im Tierreich. Menschen können sich über den Kontakt zu erkrankten Tieren infizieren, unter anderem Affen oder Flughunde. Von Mensch zu Mensch überträgt sich die Krankheit durch Blut und andere Körperflüssigkeiten.

  • Die Krankheit

    Die Inkubationszeit beträgt nach WHO-Angaben zwei Tage bis drei Wochen. Dann setzen Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Schwächegefühl und Halsschmerzen ein. Später gehen Nieren- und Leberfunktion zurück, auch andere Organe werden geschädigt. Es können schwere innere Blutungen auftreten. Erst wenn die Symptome auftreten, sind Infizierte ansteckend.

  • Die Gefahrenzone

    Ebola kommt vor allem nahe des afrikanischen Regenwaldes vor. Zum ersten Mal wurde das Virus 1976 im damaligen Zaire, der heutigen Demokratischen Republik Kongo, nahe dem Ebola-Fluss nachgewiesen. Daher hat die Krankheit ihren Namen.

    Laut aktuellen Zahlen der WHO (Stand: 14. November 2014) sind seit dem aktuellen Ausbruch mehr als 14.400 Ebola-Fälle bekanntgeworden, die meisten in Liberia und Sierra Leone. Fast 5200 Menschen haben das Virus nicht überlebt.

An Ebola sind bislang knapp 3500 Menschen gestorben, es gibt mehr als doppelt so viele Ansteckungen. Falls sich die Krankheit weiter ausbreitet, könnte dies nach Schätzungen der Weltbank zu Kosten von 25,7 Milliarden Euro führen. Begrenzt werden könnten die Ausgaben nur, wenn es gelinge, die Seuche schnell einzudämmen. „Die internationale Gemeinschaft muss Wege finden, logistische Hindernisse zu umgehen und mehr Ärzte, medizinisches Personal, Krankenhausbetten sowie Gesundheits- und Entwicklungshilfe bereitzustellen“, sagte Weltbankpräsident Jim Yong Kim.

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