Elektronik: Das Haus denkt mit

von Andreas Menn

Das Licht angelassen, die Heizung nicht ausgestellt? Intelligente Wohnungen und Häuser managen sich künftig selbst.

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Der Thermostat Nest soll nach einiger Zeit selbstständig die Heizung oder Kühlung regeln

Es ist nur noch eine Viertelstunde bis zur Ankunft daheim, da geschehen in dem menschenleeren Einfamilienhaus wundersame Dinge: Das Thermostat der Fußbodenheizung dreht auf, die Musikanlage legt eine Jazzplatte auf, und der Herd wärmt sich für die Lasagne vor. Im Bad öffnet sich der Hahn und flutet die Wanne mit wohlig warmem Wasser.

Noch ist das für die meisten Menschen Fiktion. Doch die nötigen Techniken kommen gerade auf den Markt. Ob Küchengeräte, Heizung, Fernseher oder Licht: Alles lässt sich über standardisierte Schnittstellen vernetzen und per Computer steuern. Und dafür gibt es gute Gründe: Intelligente Häuser verbrauchen weniger Strom und Heizöl, lassen sich besser gegen Einbruch schützen und erhöhen den Wohnkomfort.

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Energiepreise fördern Interesse an Effizienztechniken

Die vernetzte Haustechnik steht daher vor einem Boom: Das irische Marktforschungsunternehmen Research and Markets erwartet, dass sich der weltweite Umsatz bis 2016 auf rund 36 Milliarden Dollar verdoppelt. Vor allem steigende Energiekosten wecken das Interesse der Konsumenten an neuen Effizienztechniken für daheim. Aber auch die Verbreitung von internetfähigen Handys befeuert die Branche, denn sie eigenen sich ideal als Fernbedienung für das gesamte Haus.

Eine der spannendsten Produktneuheiten des Jahres 2012 stammt von einem Ex-Mitarbeiter von Apple: Tony Fadell, Leiter der Entwicklungsteams für die ersten drei iPhones, bringt ein lernfähiges Heizungs-Thermostat namens Nest auf den Markt. Der schicke Steuerknopf lässt sich nicht nur per Smartphone-App bedienen, sondern lernt dank Bewegungssensoren auch, wann sein Besitzer üblicherweise daheim ist. Nach ein paar Tagen regelt er die Heizung ganz von selbst, verspricht Fadell.

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