Erkältungswelle: Wie sich ein Nieser im Flugzeug verteilt

Erkältungswelle: Wie sich ein Nieser im Flugzeug verteilt

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Ein Mann niest und das Sekret verteilt sich explosionsartig.

Hatschi - explosionsartig fliegen bei einem Nieser Speichel, Bazillen und Co. durch die Luft. Eine Animation zeigt, wie sich die Partikel im Flugzeug verteilen. Wo man am besten sitzen sollte.

Wenn wir niesen müssen, rasen Sekret und darin enthaltene Bakterien und Viren mit rund 120 Stundenkilometern durch die Luft. Wer sich dabei kein Taschentuch oder ähnliches vor das Gesicht hält, verteilt all das großzügig auf Oberflächen und Mitmenschen - insbesondere, wenn noch eine Klimaanlage im Spiel ist.

Viele Menschen eingepfercht auf engem Raum, die Luft wird künstlich zirkuliert: Flugzeuge sind ein Paradies für über die Luft übertragbare Krankheitserreger wie etwa Grippe-Viren. Mitarbeiter des Software-Unternehmens Ansys haben simuliert, wie sich Influenza-Erreger aus einem einzelnen Nieser eines Grippekranken im Innenraum eines Passagierfliegers verhalten.

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Eine Simulation zeigt, wie sich die Grippeviren eines einzelnen infizierten Passagiers in einem Flugzeug verteilen.

Dabei zeigte sich: Die mit Schwung ausgestoßenen Tröpfchen verteilen sich - abhängig von den Luftbewegungen im Flieger - über die Belüftungsanlage. Die Krankheitserreger wurden farbig markiert, um ihren Weg nachvollziehen zu können.

Sie treffen dabei zuerst vor allem auf die Personen, die unmittelbar hinter dem Erkrankten sitzen.

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Die Luft im Flugzeug zirkuliert durch die Gebläse über den Sitzen.

Über die Luftdüsen und die über Stunden zirkulierende, immer wieder aufbereitete Luft im beengten Innenraum verteilen sich die Erreger nach und nach in der kompletten Kabine.

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Schnell breiten sich die Erreger immer weiter aus

Die meisten Partikel bekommen aber trotzdem die Personen ab, die in der Nähe des Niesers sitzen.

Die Menschen in derselben Reihe sowie rechts und links hinter dem kranken Passagier haben damit auch das höchste Risiko, ebenfalls krank zu werden.

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Wer hier sitzt, hat die höchste Ansteckungsgefahr

Die Simulation der Luftwege und Verteilung von Krankheitserregern soll Flugzeugbauern dabei helfen, zwischen unterschiedlichen Belüftungsarten zu entscheiden. Sie müssen abwägen zwischen möglichst geringem Gewicht und Kosten und andererseits der Gesundheit der Passagiere: Je nachdem, wie die Luft in der Kabine zirkuliert, können sich Erreger besser oder schlechter verteilen, erklärt Robert Harwood, Direktor der Abteilung Luft-, Raumfahrt und Verteidigung bei Ansys. Dies sei bereits seit vielen Jahren eine große Sorge der Konzerne.

Anstoß für die Forschung war der größere Ausbruch des Schweren Akuten Respiratorischen Syndroms (SARS) in den Jahren 2002/2003 mit rund 1000 Toten. Als ein Grund für das schnelle Voranschreiten der Pandemie sei damals gewesen, dass erkrankte Menschen die Erreger an Bord von Flugzeugen weiter verteilt hatten. Die US-Luftfahrtbehörde FAA hatte daraufhin Forschungszentren gegründet, die den Mikrokosmos von Flugzeugkabinen ergründen sollen.

Die komplette Animation können Sie sich hier anschauen.

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