Erstmals seit 17 Jahren: Kosmonautin fliegt ins Weltall

Erstmals seit 17 Jahren: Kosmonautin fliegt ins Weltall

Der deutsche Raumfahrer Alexander Gerst bekommt weibliche Verstärkung. Erstmals seit 17 Jahren ist mit Jelena Serowa wieder eine Kosmonautin im Weltall. Die 38-Jährige ist die erste Russin auf der ISS.

Als erste Kosmonautin ist die Russin Jelena Serowa vom Weltraumbahnhof in Baikonur zur Internationalen Raumstation ISS gestartet - gemeinsam mit zwei weiteren Raumfahrern. Die Raumkapsel „Sojus TMA-14m“ hob am Donnerstagabend pünktlich um 22.25 Uhr MESZ vom Kosmodrom in der kasachischen Steppe ab, wie die Flugleitung mitteilte. Wenig später trat die Kapsel in den Weltraum ein. Die 38-jährige Serowa ist die erste Russin seit 17 Jahren im All. Nach nur sechsstündigem Flug sollte die Sojus am Freitagmorgen um 4.25 Uhr MESZ an der Raumstation andocken.

Katastrophen in der bemannten Raumfahrt

  • Große Hoffnungen

    Die bemannte Raumfahrt war stets mit großen Hoffnungen verbunden, doch ihre Geschichte ist auch von einigen schlimmen Katastrophen überschattet.

  • 22. März 1961

    Kurz vor dem ersten russischen Raumflug kommt der Kosmonaut Walentin Bondarenko beim Training in einer Isolationskammer des Moskauer Instituts für Raumfahrtmedizin ums Leben. Ein mit Alkohol getränkter Wattebausch hatte sich entzündet und die mit reinem Sauerstoff gefüllte Kammer in Brand gesetzt.

  • 27. Januar 1967

    Bei einem Bodentest der US-Raumkapsel Apollo 1 am Raketenstartplatz Cape Canaveral (US-Bundesstaat Florida) verbrennen drei amerikanische Astronauten. Ein Funke hatte die Kapsel in Brand gesetzt.

  • 24. April 1967

    Der sowjetische Kosmonaut Wladimir Komarow zerschellt nach der Rückkehr aus dem Weltraum mit seinem Raumschiff Sojus 1 auf der Erde. Das Fallschirmsystem hatte versagt.

  • 29. Juni 1971

    Die dreiköpfige Besatzung des sowjetischen Raumschiffes Sojus 11 wird bei der Rückkehr von der Saljut-Raumstation tot in ihrer Kapsel aufgefunden. Bei der Landung hatte der Druckausgleich der Kapsel versagt.

  • 18. März 1980

    Eine Wostok-2M-Rakete explodiert beim Betanken direkt auf der Startrampe des russischen Weltraumbahnhofs Plessezk. 48 Menschen sterben.

  • 28. Januar 1986

    Nur 73 Sekunden nach dem Start explodiert die US-Raumfähre Challenger und stürzt in den Atlantik. Alle sieben Astronauten kommen ums Leben. Unglücksursache: eine fehlerhafte Dichtung zwischen Segmenten einer Antriebsrakete.

  • 15. Februar 1996

    Eine chinesische Rakete des Typs CZ-3 kommt kurz nach dem Start vom Kurs ab und stürzt in ein Dorf. Bei der Explosion sterben nach offiziellen Berichten sechs Menschen, inoffizielle Quellen sprechen von bis zu 500 Toten.

  • 1. Februar 2003

    Die Raumfähre Columbia bricht während des Wiedereintritts in die Erdatmosphäre auseinander. Alle sieben Astronauten an Bord sterben. Ursache der Katastrophe: Beim Start war ein Stück Schaumstoff vom Außentank abgerissen und hatte die Hitze-Isolierung des Spaceshuttles beschädigt.

  • 22. August 2003

    Eine brasilianische Trägerrakete des Typs VLS-1 explodiert auf der Startrampe des Weltraumbahnhofs Alcantara im Norden Brasiliens. 21 Menschen sterben.

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Die Mission des Teams mit Serowa, dem Russen Alexander Samokutjajew und dem US-Astronauten Barry Wilmore soll insgesamt 168 Tage dauern. Während dieser Zeit sind mehrere Außeneinsätze sowie Hunderte Experimente geplant, darunter auch medizinische, sagte Serowa. Mit der Ankunft der Sojus erhält die ISS wieder ihre Sollstärke von sechs Raumfahrern. Unter ihnen ist auch der Deutsche Alexander Gerst. Die drei neuen ISS-Mitglieder brachten diesmal auch zwei Plüschtiere - einem Amurtiger und einen fernöstlichen Leoparden - zum Außenposten der Menschheit. Die Maskottchen „Mur“ und der Leopard sollen auf die in Russland bedrohten Tierarten aufmerksam machen, wie der Chef des Kosmonautenzentrums, Juri Lontschakow, vor dem Start sagte.

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Die neue Crew verbringt auch Weihnachten und Neujahr im Weltall. „Natürlich organisieren wir eine Feier - soweit dies unter den Bedingungen möglich ist“, sagte Serowa. Sie ist erst die vierte Kosmonautin überhaupt und die erste Russin auf der ISS. Die erste Frau im Weltraum war die Sowjetbürgerin Valentina Tereschkowa am 16. Juni 1963. Sie sitzt heute als Abgeordnete der Regierungspartei Geeintes Russland im Parlament in Moskau. Die Kosmonautin Serowa habe Kleidungsstücke in 15 Farben mit ihren Initialen dabei, sagte Chef der russischen Firma Kentawr-Nauka, Alexander Jarow, am Donnerstag der Agentur Interfax. Für die Hygiene benutzten alle auf der ISS Feuchtigkeitstücher, da es keine Dusche gebe. Jarow sagte, dass die britische Sängerin Sarah Brightman (54) Anfang Februar 2015 zur Anprobe bei der Kleidungsfirma erwartet werde. Sie reist als Weltraumtouristin im September 2015 zur ISS.

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