Europäische Raumfahrtagentur: Astronaut Gerst soll ISS für Außeneinsatz verlassen

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Europäische Raumfahrtagentur: Astronaut Gerst soll ISS für Außeneinsatz verlassen

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Alexander Gerst soll im Mai 2014 zur Internationalen Raumstation ISS fliegen.

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst soll bei seiner Mission im All auch einen Außeneinsatz absolvieren. Der Einsatz diene Wartungsarbeiten und der Installation wissenschaftlicher Instrumente.

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst soll bei seiner Mission auf der Internationalen Raumstation ISS auch einen Außeneinsatz absolvieren. Das kündigte der Astronauten-Chef der Europäischen Raumfahrtagentur Esa, Thomas Reiter, am Donnerstag in Köln an. Gerst werde dabei in einem Raumanzug durch eine Schleuse in den Weltraum hinausgehen, sagte Reiter. Der Einsatz diene Wartungsarbeiten und der Installation wissenschaftlicher Instrumente. Gerst soll am 28. Mai zur ISS aufbrechen und ein halbes Jahr dort bleiben. Der 37-Jährige tritt in die Fußstapfen der deutschen Astronauten Thomas Reiter und Hans Schlegel, die 2006 und 2008 im Auftrag der ESA zur ISS geflogen waren.

Deutscher Astronaut Gerst "Das Unbekannte fasziniert mich"

Nächstes Jahr fliegt erneut ein Deutscher ins All - der 37 Jahre alte Alexander Gerst. Im Interview erzählt er, was ihn antreibt, wie er sich den Flug ins All vorstellt und wovon er nachts träumt.

Alexander Gerst, der nächste Deutsche im All, ist Experte für Extremsituationen. Auf einem Vulkan in der Antarktis ist er schon gewesen, jetzt geht es zur Raumstation ISS. Quelle: dpa


Für die ISS-Mission und speziell für den Außeneinsatz hat der Geophysiker und Vulkanexperte Gerst hart trainiert. Reiter erläuterte: „Die Ausstiege dauern im Allgemeinen circa sechs Stunden, und da muss jeder Handgriff sitzen, denn in dieser knapp bemessenen Zeit hat man ein sehr intensives Arbeitspensum.“ Damit das auch wirklich alles funktioniert, wird es vorher im Schwimmbecken geübt. In großen Wassertanks werden nachgebaute Teile der Raumstation versenkt. Um dem Astronauten das Gefühl der Schwerelosigkeit zu vermitteln, zieht er einen Taucheranzug mit Bleigewichten an.

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Die geplanten Experimente von Gerst in der Raumstation decken nach Angaben Reiters ein sehr breites Spektrum ab. Sie betreffen Physik, Geologie und Materialwissenschaften. Unter anderem soll Gerst auch eine in Deutschland entwickelte Laboreinheit im Columbus-Labor der ISS einbauen. Dieser Schmelzofen testet neue Legierungen - Materialien, die in zehn Jahren vielleicht in einem neuen Flugzeug oder in einem Automotor verwendet werden. Gerst selbst beschreibt sich als eher risikoscheuen Menschen. „Ich bin sehr vorsichtig“, sagte er kürzlich in einem dpa-Interview. „Keiner von uns setzt sich auf eine Rakete, die nicht mehrmals ausprobiert worden ist.“

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