Flugkomfort: Die Fantasie der Entwickler ist grenzenlos

Flugkomfort: Die Fantasie der Entwickler ist grenzenlos

, aktualisiert 06. November 2011, 14:13 Uhr
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In der Kabine des Boeing Dreamliner zeigen sich schon heute Ansätze für das Fliegen in Zukunft.

von Jens KoenenQuelle:Handelsblatt Online

Ob Karbonfaser oder Raketenantrieb: Weltweit arbeiten Forscher daran, dass wir im Jahr 2050 anders fliegen als heute. Dabei wird nicht nur auf Effizienz, sondern auch auf den Reisekomfort Wert gelegt.

Der Fluggast sitzt entspannt in seinem Sessel und genießt eine elektronische Massage. Die Lieblingsmusik sorgt für weitere Zufriedenheit und über den Köpfen der Passagiere gleitet der Sternenhimmel in voller Pracht hinter einer üppig dimensionierten Glaskuppel dahin. Fliegen im Jahr 2050: so könnte es aussehen, oder besser sich anfühlen.

Weltweit arbeiten Forscher an Hochschulen und bei den Flugzeugherstellern, an Konzepten für das Fliegen der Zukunft. Experten sind sich zwar einig, dass die Flugzeuge zumindest die nächsten 20 Jahre weitgehend so aussehen werden wie heute. Aber manche der verrückt scheinenden Ideen rücken bereits näher. Das eingangs geschilderte Szenario etwa stammt aus der Feder von Airbus-Forschern. Viele Technologien, die ein solches Flugerlebnis zumindest theoretisch möglich machen können, gibt es heute schon. Die Glaskuppel etwa erscheint realistisch, wenn man auf den gerade frisch gestarteten Dreamliner von Boeing schaut. Er ist zu großen Teilen aus hochfesten Karbon-Werkstoffen gefertigt. Die erlauben größere Fensterflächen als bisher.

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Eine Entwicklung, die fortschreiten wird. Je mehr Erfahrung die Techniker mit Karbon sammeln, desto mehr Möglichkeiten ergeben sich. Das Ziel der Konstrukteure: Ein Flugzeug, das ähnlich wie ein Vogel ein Skelett besitzt, das die notwendige Stabilität verleiht. Das spart Gewicht und eröffnet bei der Gestaltung der Kabine völlig neue Möglichkeiten. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Warum zum Beispiel nicht die Luft in der Kabine mit Antioxidantien und Vitaminen versetzen. Das mag verrückt klingen, doch im Dreamliner wird bereits die Luftfeuchtigkeit erhöht, um das Wohlbefinden über den Wolken zu steigern. Möglich ist das, weil Karbon nicht rostet.

Ideen gibt es viele: Per Knopfdruck können die Passagiere virtuelle Sichtschutzwände aktivieren und so eine Privatsphäre aufbauen. Das Unterhaltungsprogramm wird nicht mehr auf Displays zu sehen sein, es wird dorthin transferiert, wo es am komfortabelsten ist. Ein weiterer Knopf schaltet große Teile der Kabinenwand transparent, und suggeriert ein Erlebnis der besondern Art: das völlig freie Schweben. Die Arbeiten der Forscher zeigen eines: Das Fliegen der Zukunft wird sich nicht alleine auf immer effizientere und sparsamere Flugzeugformen beschränken. Auch in der Kabine, dort wo es der Passagier am meisten wahrnimmt, wird sich vieles ändern.

Zum Komfort der Passagiere gehört dann wahrscheinlich auch, die Reisezeit immer mehr zu verkürzen. So stellten Experten der Airbus-Mutter EADS im Sommer auf der Pariser Luftfahrtmesse die Idee eines neuen Überschallflugzeugs vor. Es soll kaum noch Emissionen produzieren und die Technik soll 2040 marktreif sein. Die Idee ist eine Mischung aus einem herkömmlichen Triebwerk, einem Raketenantrieb und aus einer Technologie, die die Strömung der Luft nutzt. In 35 Kilometer Höhe - eine bis dato unerreichbare Höhe für die zivile Luftfahrt - soll der neue Jet die Gäste mit vierfacher Schallgeschwindigkeit in nur zwei Stunden von Frankfurt nach New York bringen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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