Forschung auf dem Mars: Im Zeitlupentempo einen Schritt nach dem anderen

Forschung auf dem Mars: Warum Curiosity so langsam ist

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Im Zeitlupentempo einen Schritt nach dem anderen

Nur scharfe Nahaufnahmen vom Gelände erlauben das präzise Arbeiten. So musste hier der eine Arbeitsschritt auf den nächsten warten. Schließlich wurden mit Curiositys Hilfe einige Steine untersucht und der Boden genauer betrachtet. Erst dann, über zwei Monate nach der Landung auf dem Mars, kommt es nun zu den ersten Bodenproben. Die ganze Mühe ist vor allem aus einem Grund nötig. “Es ist wichtig den geologischen Kontext zu analysieren, damit man bei der Entnahme der Proben keine falschen Schlüsse zieht”, erklärt Markus Landgraf.
Doch selbst nach der Analyse des Geländes, konnten nicht sofort Bodenproben entnommen werden. „Zunächst musste eine chemische Analyse der Geräte durchgeführt werden. Diese waren während des Flugs ins All gesichert. Bevor man sie benutzen kann, müssen sie wieder geeicht werden“, erklärt Experte Landgraf.

Erste Bodenproben
Nun sind die ersten Bodenproben da und die stellen die Forscher der Nasa vor ein Rätsel. Der Rover hat einen wie aus der rötlichen Erde herausstehenden weißen Fleck entdeckt. Was zunächst fremdartig wirkte, könnte nach Aussage der Wissenschaftler aber möglicherweise schlicht ein verschiedenartig gefärbtes Stück Mars-Boden sein. Es ist lediglich einen Millimeter groß und wurde sichtbar, nachdem Curiosity seine mechanische Schaufel zum Einsatz gebracht hatte. Der Roboter soll nun mit seiner Kamera und den ihm zur Verfügung stehenden Instrumenten mehr über den seltsamen Fund herausfinden.


Und auch das wird wieder einige Zeit benötigen. Denn all diese Arbeitsschritte vollzieht der inzwischen weltberühmte Rover (1,2 Millionen Twitter-Follower) im Zeitlupentempo. „Aus Sicherheitsgründen bewegt sich der Roboter vor Ort so langsam. Aufgrund der langen Signallaufzeiten dauert es zwanzig Minuten bis die Steuerungsbefehle von der Erde Curiosity erreicht haben”, erklärt Markus Landgraf.

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Desweiteren hätten die Forscher keinen Grund zur Eile. „Man hat Zeit. Da der Roboter mit Nuklearstrom versorgt wird, kann er bis zu 14 Jahre vor Ort Tag und Nacht, Sommers wie Winters eingesetzt werden.“ Nicht die Technik, sondern die Kosten machen Druck. Der Mars soll zwar im Fokus der Raumfahrtbehörde bleiben und bemannte Missionen dorthin sind das langfristige Ziel, aber die Finanzierung hinkt. Das Budget für unbemannte Marsmissionen soll im kommenden Jahr 2013 um etwa ein Drittel auf rund 360 Millionen Dollar gekürzt werden. 2015 sollen es sogar nur noch 189 Millionen Dollar sein.
Dieser Tatsache schaut der Missions-Experte Markus Landgraf entspannt entgegen. „Das gab es noch nie, dass eine funktionierende Mission im All nicht weiter finanziell unterstützt wurde“, sagt er.

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