Neuer Ebola-Impfstoff sehr wirkungsvoll

Forschungs-Erfolg : Neuer Ebola-Impfstoff sehr wirkungsvoll

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Eine Großaufnahme aus dem Mikroskop des Ebola-Virus.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO und die US-Firma Merck & Co haben einen großen Erfolg in der Ebola-Virus-Forschung verkündet: Es sei ein sehr wirkungsvoller Impfstoff gewunden, der schon 2017 zugelassen werden soll.

Gegen das Ebola-Virus steht künftig ein wirkungsvoller Impfstoff zur Verfügung. Das Mittel sei im vergangenen Jahr in Guinea etwa 5800 Menschen verabreicht worden, wo damals die Krankheit grassierte, heißt es in einer am Donnerstag (Ortszeit) veröffentlichten Studie im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation WHO. Alle Betroffenen hätten Kontakt zu Ebola-Kranken gehabt. Einige von ihnen seien sofort geimpft worden, die anderen drei Wochen später. In der ersten Gruppe sei niemand erkrankt, in der zweiten 23 Personen.

Das ist das Ebola-Virus

  • Das Virus

    Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Es löst ein sogenanntes hämorrhagisches, das heißt mit starken Blutungen einhergehendes, Fieber aus.

  • Sterblichkeit

    Je nach Erregerstamm sterben laut Angaben der WHO 25 bis 90 Prozent der Patienten an einer Ebola-Erkrankung. Trotz intensiver Forschung ist noch kein Heilmittel auf dem Markt, Impfstoffe sind in der Testphase.

  • Der Übertragungsweg

    Seinen Ursprung hat das Virus im Tierreich. Menschen können sich über den Kontakt zu erkrankten Tieren infizieren, unter anderem Affen oder Flughunde. Von Mensch zu Mensch überträgt sich die Krankheit durch Blut und andere Körperflüssigkeiten.

  • Die Krankheit

    Die Inkubationszeit beträgt nach WHO-Angaben zwei Tage bis drei Wochen. Dann setzen Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Schwächegefühl und Halsschmerzen ein. Später gehen Nieren- und Leberfunktion zurück, auch andere Organe werden geschädigt. Es können schwere innere Blutungen auftreten. Erst wenn die Symptome auftreten, sind Infizierte ansteckend.

  • Die Gefahrenzone

    Ebola kommt vor allem nahe des afrikanischen Regenwaldes vor. Zum ersten Mal wurde das Virus 1976 im damaligen Zaire, der heutigen Demokratischen Republik Kongo, nahe dem Ebola-Fluss nachgewiesen. Daher hat die Krankheit ihren Namen.

    Laut aktuellen Zahlen der WHO (Stand: 14. November 2014) sind seit dem aktuellen Ausbruch mehr als 14.400 Ebola-Fälle bekanntgeworden, die meisten in Liberia und Sierra Leone. Fast 5200 Menschen haben das Virus nicht überlebt.

Das Mittel habe sich als so wirkungsvoll erwiesen, dass die Studie vorzeitig abgebrochen worden sei, schrieb das Magazin „Lancet“. „Ich glaube wirklich, dass wir jetzt ein Mittel haben, dass es (uns) erlaubt, einen neuen Ausbruch von Ebola des Zaire-Stamms zu kontrollieren“, sagte die Autorin der Studie, Marie-Paule Kieny von der WHO. „Lancet“ schrieb, die kanadische Regierung habe den Impfstoff der US-Firma Merck & Co. bereits zugelassen. Im kommenden Jahr werde die Firma wohl die Zulassung in den USA und Europa beantragen.

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Die letzte große Ebola-Epidemie war 2013 in Guinea ausgebrochen und breitete sich vor allem auf Liberia und Sierra Leone aus. Etwa 11 300 Menschen starben.

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