Bild: APMärz 2013
Nach einer Zwangspause für den Marsrover Curiosity wegen eines Softwarefehlers, rollt er nun wieder. Außerdem kann er auch seine Experimente auf dem Mars fortsetzen. Auf diesem Bild hat er sich selbst fotografiert.
Bild: dpaDer Mars-Rover Curiosity musste wieder eine Zwangspause einlegen. Wegen eines Softwarefehlers konnte der sechsrädrige Weltraumroboter der Nasa zwischenzeitlich keine wissenschaftlichen Daten sammeln. Bereits am Wochenende war das Fahrzeug nach einem Software-Fehler in den Sicherheitsmodus zurückgefahren. Zunächst sollte Curiosity seine Aktivitäten bereits am Montag wieder aufnehmen, nun ist eine Pause bis zum Wochenende nicht ausgeschlossen. Zwar konnte Curiosity inzwischen wieder in den sogenannten "Safe Mode" hochgefahren werden. Doch noch sind einige Tests nötig, ehe die Arbeit fortgesetzt werden kann. Die Nasa-Techniker müssen sich mit ihrer Fernwartung beeilen. Anfang April wird der Mars von der Erde aus gesehen hinter der Sonne vorbeiziehen. Für den Zeitraum von etwa vier Wochen wird dann die Kommunikation mit Curiosity ausfallen. Bis dahin soll der Rover weitere Forschungsdaten gesammelt haben.
Bild: REUTERSMärz 2013
Beeindruckende Bergaufnahme mit einer XXL-Kamera: Aus zahlreiche Teleaufnahmen vom Berg Mount Sharp, die der Marsrover "Curiosity" am 45. Tag seiner Mission im vergangenen September schoss, hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa ein hochauflösendes Mosaikfoto gefertigt.
Der Mount Sharp ragt mehr als 5000 Meter über den umliegenden Kraterboden. Der Marsrover hat für das Bild seine Mastcam eingesetzt, die über eine Festbrennweite von 100 Millimetern verfügt.
Das zusammengesetzte Mosaikfoto zeigt das abgerundete Massiv vor einem auffallend blauen Himmel. Dabei wurde mit einem Weißabgleich nachgeholfen, um erdähnliche Lichtverhältnisse zu schaffen. Das menschliche Auge würde normalerweise einen bräunlichen Marshimmel sehen. Der Forschungsroboter, der im August 2012 auf dem Mars gelandet ist, soll im Rahmen seiner Mission auch Mount Sharp erkunden.
Bild: AP/dpaMärz 2013
"Wir haben eine einst bewohnbare Umgebung gefunden“, sagte Nasa-Manager John Grotzinger: Eine Gesteins-Analyse von "Curiosity" lässt nach Angaben der Nasa den Schluss zu, dass auf dem Mars einst mikrobielles Leben möglich war. "Wir sind alle begeistert und sehr aufgeregt", sagte Grotzinger. In einer Anfang Februar vom Rover auf dem Mars entnommenen Gesteinsprobe seien unter anderem Spuren von Schwefel, Stickstoff, Phosphor und Kohlenstoff gefunden worden - alles chemische Stoffe, die bei der Entstehung von Leben eine wichtige Rolle spielen.
"Eine fundamentale Frage dieser Mission war immer, ob auf dem Mars jemals Leben möglich war“, sagte Nasa-Manager Michael Meyer. "Und soviel wir jetzt wissen, heißt die Antwort "Ja".“ An der Stelle, wo der Rover gebohrt hat, könnten einst Flüsse oder ein See gewesen sein. "Das Wasser an dieser Stelle war anscheinend so rein, dass wir es hätten trinken können, wenn wir dort gewesen wären“, sagte Grotzinger.
Bild: AP/dpaMärz 2013
Der Weltraum-Roboter stand kurzfristig wieder still. Erst vor ein paar Tagen war Curiosity wegen eines Computerfehlers heruntergefahren worden, dann machte ein Sonnenstürm den Nasa-Forschern Kummer. Aus Sorge, der Rover könne durch die elektromagnetische Strahlung einer Gaseruption Schaden nehmen, wurde er wieder in den Ruhezustand versetzt. Die geplanten Aktivitäten wurden vorerst verschoben. Inzwischen ist klar, dass Curiosity wieder weiter arbeiten. Via Twitter gaben die Forscher bekannt, dass man zur Operation zurückgekehrt sei.
Bild: AP/dpaFebruar 2013
Der Rover „Curiosity“ hat auf dem Mars erstmals erfolgreich eine Gesteinsprobe entnommen. Dabei handelt es sich nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde Nasa um die erste Probe von Mars-Gestein überhaupt. „Es ist auch das erste Mal, dass ein Forschungsroboter irgendwo anders als auf der Erde in einen Stein gebohrt und eine Probe entnommen hat“, sagte Nasa-Wissenschaftlerin Louise Jandura. Das Ereignis sein für die Forscher ein historischer Moment. Der Forschungsroboter soll den Gesteinsstaub nun sieben und an einige der vielen Messinstrumente, die er an Bord hat, weiterleiten. Erst danach könne man wissen, woraus der Stein genau bestehe, sagte Nasa-Wissenschaftler Joel Hurowitz. Der Stein könne wie eine Art „Zeit-Kapsel“ funktionieren. „Möglicherweise ist das sehr altes Gestein, das Belege über die Umstände enthält, unter denen es entstanden ist“, sagte Hurowitz.
Update 4. März: Nach einem Ausfall des Bordcomputers musste der Marsrover seinen Ersatzcomputer aktivieren. Für einige Tage war der Rover im Ruhezustand. Ein Speicherproblem hatte Curiosity erstmalig lahmgelegt.
Bild: dpaFebruar 2013
Es sind die kleinen Dinge, die der US-Raumfahrtbehörde Nasa Freude bereiten. Klein, aber bedeutungsvoll: Der Marsrover „Curiosity“ hat erstmals seinen Bohrer benutzt. Der Forschungsroboter habe das am Ende seines Roboterarms befestigte Instrument in einen Stein gebohrt und eine Probe daraus entnommen, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Samstagabend mit. Den beim Bohren entstandenen Staub soll der Rover nun in den kommenden Tagen untersuchen. Die Nasa-Wissenschaftler hoffen, dass er Hinweise auf frühere Wasservorkommen geben kann.
Da die Vorgänger von „Curiosity“ keinen Bohrer mit an Bord hatten, handele es sich um den ersten Vorgang dieser Art auf dem Mars. Damit testete der Forschungsroboter auch das letzte wissenschaftliche Instrument in seinem Arsenal erfolgreich. "Das ist die größte Errungenschaft für unser Team seit der Landung", sagte Nasa-Manager John Grunsfeld. "Ein weiterer stolzer Tag für Amerika."
Das in den Stein gebohrte Loch ist 1,6 Zentimeter breit und 6,4 Zentimeter tief. Für die Entwicklung des Mars-Bohrers hatten Forscher zuvor mit acht verschiedenen Instrumenten mehr als 1200 Löcher in 20 verschiedene Gesteinsarten auf der Erde gebohrt.
Bild: REUTERSJanuar 2013
Der Marsrover Curiosity hat eine Nachtschicht eingelegt und das Gestein des roten Planeten im Dunkeln fotografiert. Erhellt wird es mit ultraviolettem LED-Licht. Zum Einsatz gekommen ist bei der Aktion auch der "Mars Hend Lens Imager" - eine Mikroskopkamera, die am Instrumentenarm des Rovers befestigt ist. Als Beobachtungsziel für diese ersten während der Nachtstunden angefertigten Detailaufnahmen der Marsoberfläche wählten die Wissenschaftler einen kleinen Felsbrocken namens "Sayunei" aus. Zuvor wurde mit Hilfe des linken Vorderrads des Rovers die Oberfläche dieses Felsens durch Drehbewegungen grob von einer Staubschicht gereinigt. So wurde der Blick auf einen Bereich der Gesteinsoberfläche frei.
Die Aufnahmen der Marsoberfläche wurden in der Nacht vom 22. auf den 23. Januar 2013 auf dem Mars angefertigt und im Laufe des 23. Januar an das Roverkontrollzentrum des Jet Propulsion Laboratory (JPL) im kalifornischen Pasadena übermittelt.
Bild: ReutersJanuar 2013
Nun hat Disney mit seinem treu dreinblickenden Wall-E nicht mehr den einzigen Putzroboter: Die NASA hat jedenfalls ganz stolz bekanntgegeben, dass der Marsrover Curiosity nun erstmals zu Drahtbürste und Schäufelchen gegriffen hat, um den Wüstenplaneten zu säubern:
Mit einer eingebauten Drahtbürste habe der Roboter erstmals einen Stein auf dem Roten Planeten abgestaubt. Das sei notwendig, um anschließend mit Hilfe der anderen Messinstrumente mehr Informationen über die Zusammensetzung des Steins bekommen zu können, teilte die US-Raumfahrtbehörde mit. Mit der am Roboterarm befestigten Drahtborsten-Bürste habe der Rover einen flachen Stein namens „Ekwir_1“ im Gale-Krater von Staub befreit. „Das Ergebnis sieht sehr gut aus“, sagte Nasa-Wissenschaftlerin Diana Trujillo. Möglicherweise könne „Curiosity“ (Neugier) in dem Gebiet demnächst auch erstmals seinen Bohrer einsetzen.
Bild: PRDezember 2012
In Bodenproben vom Mars hat der Rover „Curiosity“ organische Moleküle entdeckt. Es sei allerdings noch völlig unklar, ob diese Teilchen vom Mars selbst stammten oder ob sie beispielsweise vom Forschungsroboter mit auf den Roten Planeten gebracht worden seien, sagte John Grotzinger, Manager bei der US-Raumfahrtbehörde Nasa, am Montag, den 3. Dezember in San Francisco. Mit zahlreichen Tests solle nun versucht werden, das herauszufinden. „Das kann allerdings noch eine ganze Weile dauern.“
Bei der Analyse mit „Sam“ wurden neben Sauerstoff und Chlorgas unter anderem simple Kohlenstoff-Verbindungen entdeckt. „Das ist ein beispielloser Einblick in die chemische Vielfalt der Gegend“, sagte Nasa-Wissenschaftler Michael Meyer.
Kohlenstoff-Verbindungen sind die molekulare Grundlage allen irdischen Lebens. Würde sich also herausstellen, dass die Moleküle wirklich vom Mars stammen, könnte das heißen, dass es einmal Leben auf dem Mars gegeben hat oder dass Leben auf dem Mars möglich wäre - eine bedeutende wissenschaftliche Entdeckung.
Die Nasa warnte allerdings eindringlich vor vorschnellen Schlüssen und übertriebenen Erwartungen. „"Curiositys" zweiter Name ist "Geduld"“, sagte Nasa-Manager Grotzinger. „Davon brauchen wir jetzt eine ganz schön hohe Dosis.“
März 2013
Nach einer Zwangspause für den Marsrover Curiosity wegen eines Softwarefehlers, rollt er nun wieder. Außerdem kann er auch seine Experimente auf dem Mars fortsetzen. Auf diesem Bild hat er sich selbst fotografiert.
Der Mars-Rover "Curiosity" hat vor zwei Wochen einen pyramidenförmigen Felsen mit seinem Roboterarm erfasst und unter anderem mit einem Laser untersucht. Nun teilte die Nasa mit, dass es sich bei dem Fund um eine auf dem Mars bisher unbekannte Gesteinsart handelt. Der Fund unterscheide sich von anderen Steinen auf dem Mars, da er mehr Sodium und Kalium enthalte, erklärten die Wissenschaftler am Donnerstag (Ortszeit).
Einzelheiten und vor allem die Bedeutung des Fundes waren zunächst unklar. Auch das Alter des Steins ist unbekannt.
„Dieser Typ Gestein entspricht in seiner chemischen Zusammensetzung einer ungewöhnlichen, aber durchaus bekannten Art von Vulkangestein, die in vielen vulkanischen Regionen der Erde gefunden wird“, sagte Edward Solper vom Institute of Technology in Pasadena (Kalifornien). Es handelt sich um die erste Gesteinsprobe, die der im August gelandete Marsrover untersucht hat.
Auf der Erde entsteht diese Art von Gestein den Forschern zufolge durch großen Druck sowie Wasser und Magma unter der Erdkruste. Der Entstehungsprozess auf dem Mars sei aber noch unklar. „Mit lediglich einem Mars-Stein dieser Art ist es schwierig zu sagen, ob es sich um die gleichen Prozesse handelt“, betonte Stolper.
Die Nasa benannte den Fund nach dem Ingenieur Jake Matijevic. Er gehörte zum Projekt-Team und war in diesem Jahr gestorben. „Jake ist ein seltsamer Mars-Fels“, sagte Ralf Gellert von der kanadischen Universität Guelph, der ebenfalls an den Forschungen beteiligt ist.
Der Rover war Anfang August auf dem Mars eingetroffen. Er soll herausfinden, ob es dort einst Bedingungen gab, die die Existenz von Leben ermöglicht haben könnten. Der Mars gilt aber bereits seit langem als felsiger Planet, der der Erde mehr als alle andere Planeten in unserem Sonnensystem ähnelt. Dort soll es auch Wasser gegeben haben. Der Rover soll den roten Planeten insgesamt zwei Jahre lang erforschen.

















