Fragen und Antworten: Was sie über die Grippewelle wissen müssen

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Fragen und Antworten: Was sie über die Grippewelle wissen müssen

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Bei Ansteckung mit Grippe hilft nur zuhause bleiben und auskurieren.

Über Deutschland fegt eine Grippewelle hinweg, in einer Woche gab es 8000 neue Fälle. Wie weit sich das Influenza-Virus ausbreiten kann, wer besonders betroffen ist? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Wird die Grippewelle noch schlimmer werden?

Das lässt sich zurzeit nicht seriös voraussagen. „Aussagen zur Dauer der Grippe sind schwierig, denn auch wenn die Fallzahlen zurückgehen würden, kann das Virus immer wieder zurückkommen“, sagt Susanne Glasmacher vom Robert-Koch-Institut. Die Grippewelle ist also unberechenbar und könnte noch eine Weile andauern. So viel lässt sich aber sagen: „Zumindest in den nächsten zwei Wochen wird es noch Grippefälle in Deutschland geben“, sagt Glasmacher. Zum Vergleich: In den vergangenen Jahren starteten Grippewellen im Januar und dauerten dann rund drei bis vier Monate.

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Ist diese Grippewelle schlimmer als in den Vorjahren?

Zumindest verläuft sie bisher schwerer als die sehr milde Grippesaison vom vergangenen Jahr. Hinter der aggressiven Grippewelle von 2013 bleibt sie zu diesem Zeitpunkt aber noch zurück.  

Welche Teile Deutschlands sind besonders betroffen?

Ein Blick auf die Influenza-Karte des Robert-Koch-Instituts zeigt, dass es besonders viele Fälle im Süden und Südosten Deutschlands gibt. „Doch im Grunde ist ganz Deutschland zurzeit von der Grippewelle erfasst, da gibt es keine großen Unterschiede“, sagt Susanne Glasmacher.

Welche Bevölkerungsgruppen sind anfällig für die Grippe?

Hier gilt dasselbe wie bei jeder Grippewelle: Kinder und Jugendliche sind besonders betroffen, Ältere eher weniger. Bei ihnen nimmt die Grippe aber einen schwereren Verlauf als bei den Jungen.

Sind wir anfälliger für Grippeviren geworden? 

Nein. Die hohen Fallzahlen in diesem Jahr liegen daran, dass der Grippeimpfstoff  nicht vor der derzeit grassierenden Form des H3N2-Virus schützt: Für die Produktion des Impfserums müssen Forscher jedes Jahr schätzen, welcher Grippevirus im nächsten Winter vorherrschen wird. Dieses Mal lagen sie daneben. „Das ist aber nicht ungewöhnlich und kann immer passieren“, sagt Glasmacher.

Eine Impfung bringt also nichts?

Doch, denn der Impfstoff schützt auch vor anderen Grippearten wie zum Beispiel H1N1. Deswegen sollten gerade Risikogruppen wie Schwangere, chronisch Kranke und ältere Menschen mit ihrem Arzt über eine Impfung sprechen.

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Wie kann ich mich sonst noch schützen?

Sie können sich schützen, indem Sie Abstand zu Personen halten, die Grippe-Symptome zeigen. Auch regelmäßiges und gründliches Händewaschen senkt das Risiko einer Ansteckung.

Was sollte ich tun, wenn ich erkrankt bin?

Erkrankte sollten den Kontakt mit anderen Menschen vermeiden, zuhause bleiben und sich auskurieren. Auch ein guter Tipp: Regelmäßig das Zimmer lüften. Frische Luft ist wichtig für das Immunsystem und verringert die Zahl der potentiell erregerhaltigen feinsten Tröpfchen in der Luft. Wenn das Fieber trotzdem stark ansteigt und die Symptome sich verstärken, sollte ein Arzt konsultiert werden.

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