Führungskompetenz: Tipps der Neurowissenschaft für Führungskräfte

Führungskompetenz: Tipps der Neurowissenschaft für Führungskräfte

Bild vergrößern

Führungskräfte sollen tatkräftig vorangehen und den Mitarbeitern den Weg weisen. Auch die Neurowissenschaft gibt es jetzt Erkenntnisse zur Führungskompetenz. Dabei schließt sie von Handlungen und Ereignissen auf Gehirnaktivitäten.

Wie kann moderne Neurowissenschaft zur Optimierung von Führungskompetenz beitragen? Dieser Frage sind US-Forscher nachgegangen. Im Wesentlichen sind es diese vier Tipps.

In unserem Gehirn sind alle unterschiedlichen Bereiche miteinander vernetzt, egal, welche Funktion sie haben. Laut dem Forscher Adam Waytz, Assistenzprofessor für Management an der Kellog School of Management, unterscheidet sich aber die Art der Vernetzung von Gehirnregion zu Gehirnregion. Seine Studie wurde nun in der Zeitschrift „Wirtschaftspsychologie aktuell“ veröffentlicht. Grund dafür ist, dass es vier unterschiedliche Hauptverbindungsnetzwerke gibt: Ruhe-, Belohnungs-, Fühl- und Kontrollnetzwerk. Strömen keine äußeren Reize auf das Gehirn ein, arbeitet das Ruhenetzwerk, empfindet man Lust oder Unlust dominiert das Belohnungsnetzwerk. Die beiden weiteren Netzwerke werden aktiv bei regem Nachdenken (Kontrollnetzwerk) und bei Gefühlsregungen (Fühlnetzwerk). Waytz sieht darin Parallelen zu den Grundkompetenzen einer Führungskraft, die einerseits Gefühle einordnen und die Mitarbeiter und motivieren muss, Kollegen zum Nachdenken anregen soll und in allen Situationen den Überblick, die Kontrolle, behalten soll.

In seinen Untersuchungen nutzt Adam Waytz Methoden aus der Sozialpsychologie sowie kognitiver Neurowissenschaft. Im Hinblick auf die Führungskompetenz hat er dabei vier Punkte herausgearbeitet, die Managern der Umgang mit Mitarbeitern und stressigen Situationen erleichtern können.

Anzeige

1. Tipp: Zeit zum Träumen

Seine Forschung hat ergeben, dass sich unser Gehirn von Zeit zu Zeit Pausen gönnt und von der aktuellen Tätigkeit abschweift. Andere, virtuelle Wirklichkeiten genießen dann kurz Priorität vor der dringenden Umgebung. Konkret für die Arbeitswelt bezogen heißt das: Regelmäßige Pausen und Ablenkungen sind von Vorteil. Immerhin ein Fünftel der Arbeitszeit schlägt Waytz zum „Abschalten“ und „Träumen vor“. Pausen, in denen die Angestellten Zeit finden sollen sich gedanklich von Unternehmensaufgaben zu lösen. Dadurch sollen sie zu kreativen Problemlösungen fähig sein, so Waytz.

2. Tipp: Es gibt besser Anreize als Geld

Der zweite Punkt bezieht sich auf die Motivationsfähigkeiten eines Managers. Mitarbeiter zu motivieren und auch während Stresszeiten zu hohen Leistungen anzuspornen gehört zu den Kernkompetenzen einer Führungskraft. Nach Waytz greifen Führungskräfte allerdings leicht zu den falschen Anreizen, die nichts oder nur kurzfristig motivieren – und dazu gehört auch Geld. Viel effektiver sind nichtmaterielle Belohnungen wie Gerechtigkeit und die Vorfreude auf bestimmte Ereignisse. Die Erklärung dafür: In beiden Fällen wird das Netzwerk „Belohnung“ im menschlichen Gehirn aktiviert. Durch Geldversprechen allein ist das nicht möglich. Ergo sollten Führungskräfte großen Wert auf gerechte Löhne legen sowie ab und zu Ereignisse oder Projekte planen, die beliebt sind, also auf die sich die Mitarbeiter wirklich freuen können.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%