Gesundheit: Nächste Runde im Streit um die E-Zigarette

Gesundheit: Nächste Runde im Streit um die E-Zigarette

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Laut einer neuen Studie sind keine Schadstoffe im Qualm der E-Zigarette enthalten.

von Susanne Kutter

Ob und wie gefährlich elektronische Zigaretten tatsächlich sind, darüber ist in Deutschland ein handfester Streit zwischen Behörden, E-Zigaretten-Vertreibern und E-Zigaretten-Nutzern – den sogenannten E-Dampfern – entbrannt. Nun will der Verband des eZigarettenhandels (VdeH) mit einer Untersuchung des Ausatemdampfes zumindest beim Passiv-E-Rauchen Klarheit schaffen.

Die vereinigten deutschen E-Zigarettenhändler jubelten auf, als die Ergebnisse der von ihnen beauftragten Untersuchung zum Passiv-Rauchen von E-Zigaretten vor wenigen Tagen vorlag.

Das Analyselabor Wessling aus Altenberge bei Münster habe keine Giftstoffe im Dampf von elektrischen Zigaretten gefunden, teilte der Verband des eZigarettenhandels (VdeH) aus Seevetal mit – und zog den Schluss: „Die neue Studie beweist: Kein Passivrauch bei eZigaretten!“

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Der erst im vorigen Dezember gegründete Lobby-Verband versucht nach eigenen Angaben sowohl die Absatzchancen für E-Zigaretten als auch die Interessen seiner gut zwei Millionen Kunden in Deutschland zu wahren. Nach Ansicht des Verbandes sei das dringend nötig, denn die E-Dampfer, die ihr Nikotin in verdampfter und vernebelter Form inhalieren, statt es aus verbranntem Tabak einzuatmen, gerieten zunehmend unter Beschuss.

Zum einen hat die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) kurz vor Weihnachten darauf hin gewiesen, dass die nikotinhaltige Liquids, die in Form kleiner Kartuschen in die E-Zigaretten eingelegt werden, unter das Arzneimittelrecht fielen: Ein freier Verkauf sei strafbar.

Vertreiber gehen gegen Ministerium vor

Daraufhin taten sich die sechs größten deutschen E-Zigarettenvertreiber Ende Dezember zum Interessenverband VdeH zusammen und ließen Ministerin Steffens von einem Anwalt sogleich eine Unterlassungserklärung zuschicken. Das Ministerium solle die aus Sicht des VdeH falschen Aussagen über die elektronischen Zigaretten zurücknehmen.

Ein einzelnes Unternehmen ging sogar juristisch gegen das Ministerium vor. Es wollte dem Ministerium bestimmte Äußerungen und Warnungen vor E-Zigaretten auf dem Wege einer einstweiligen Anordnung untersagen lassen. Diesen Antrag hat das Verwaltungsgerichts Düsseldorf allerdings abgewiesen.

Auch bundesweit droht Gegenwind: Seit die E-Zigaretten boomen, werden zum Schutz der Nichtraucher immer mehr Rauchverbote in öffentlichen Gebäuden, Büros, Restaurants, Bahnen und Bussen erlassen. So empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung: Für elektronische Zigaretten sollten in Räumen die gleichen Regeln gelten wie für normale Zigaretten.

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