Gravitationswellen: Diese Physik-Sensation ist auch für Normalos spannend

KommentarGravitationswellen: Diese Physik-Sensation ist auch für Normalos spannend

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Weltraumforscher haben nach eigenen Angaben Gravitationswellen erstmals direkt nachgewiesen.

von Lothar Kuhn

Forscher haben direkt die Existenz von Gravitationswellen nachgewiesen. Na und? Abwarten. Was die Wissenschaft als großen Durchbruch feiert, könnte auch für uns Laien äußerst spannend werden.

Wie haben sie die Erwartungen geschürt, die Physiker und Astronomen vom Ligo (Advanced Laser Interferometer Gravitational-Wave Observatory). Immer wieder tauchten Gerüchte via Twitter auf, wurde dementiert und vertröstet. Und am Donnerstag war es dann so weit: Die Wissenschaftler präsentierten Messergebnisse, die die Existenz von Gravitationswellen direkt bestätigen. Sie haben das ferne Echo einer kosmischen Katastrophe aufgefangen: den Zusammenprall zweier Schwarzer Löcher.

Damit zeigt sich, Albert Einstein hat wieder einmal recht gehabt. Bereits 1916 hatte er in seiner Allgemeinen Relativitätstheorie diese seltsamen Schwingungen der Raumzeit vorhergesagt. Nur praktisch gemessen hat sie keiner. Zuletzt haben jahrelang mehr als 1000 Wissenschaftler am Ligo mit Lasern danach gesucht und gesucht. Das kostete mehrere 100 Millionen Dollar, bis es jetzt endlich so weit war. Ihre Chefs gelten nun als heiße Anwärter auf den Nobelpreis.

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Gravitationswellen Forscher bestätigen Einsteins Vorhersage

Vor 100 Jahren hat Albert Einstein die Existenz von Gravitationswellen vorausgesagt. Forschern ist jetzt der direkte Nachweis gelungen. Die nobelpreisverdächtige Arbeit ist der Start für eine neue Ära der Astronomie.

Schwarzes Loch: Nasa-Forscher mit einer 3D-Simulation. Quelle: AP

Tja, und was haben wir Normalbürger nun davon? Erst einmal gar nichts. Eine direkte Anwendung, gar ein vermarktbares Produkt ist nicht in Sicht. Doch bevor der Homo Oeconomicus nun gelangweilt weiter klickt: Das war bei Einsteins Spezieller Relativitätstheorie anfangs auch so, die er bereits 1905 veröffentlicht hat. Unter anderem konnte er damals zeigen, dass – von der Erde aus gesehen - die Zeit in einem schnell fliegenden Raumschiff langsamer vergeht als auf der Erde.

Was esoterisch klingt, ermöglicht uns heute, mit dem Navigationsgerät im Auto den Weg in den Urlaubsort zu finden. Denn der elektronische Pfadfinder empfängt die Signale von Satelliten, die um die Erde kreisen und in denen hochgenaue Atomuhren stecken. Weil die anders gehen als Zeitmesser auf der Erde lässt sich daraus die Position des Autos berechnen. Navigationsgeräte sind heute ein Milliarden-Markt.

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Ob die Gravitationswellen jemals zu Produkten mit vergleichbarer Bedeutung führen werden, weiß keiner. Das ist das Spannende an der Grundlagenforschung, dass sich ihre Richtung nicht vorhersagen lässt. Aber wer träumen möchte: Die Allgemeine Relativitätstherorie legt auch nahe, dass es „Wurmlöcher“ gibt, eine Art Tunnel in der Raumzeit. Wie jeder Fan von Filmen wie Star Trek und Interstellar weiß, Wurmlöcher sind die perfekten Abkürzungen zur nächsten Galaxie.

Vielleicht helfen die Gravitationswellen – was reine Spekulation ist – auch deren Existenz zu bestätigen. Gibt es sie wirklich, könnten sie das Reisen zu fernen Welten ermöglichen. Noch ist das reine Science-Ficition. Aber so wirkten Einsteins Prognosen auf Laien anfangs auch.

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1 Kommentar zu Gravitationswellen: Diese Physik-Sensation ist auch für Normalos spannend

  • Nicht immer ist ein Nutzen sofort zu erkennen, ich verstehe. Wenn ein neuer Knochen eines Tieres gefunden wird, hat es auch keinen Nutzen oder eine neue Saurienart. "It´s nice to know".
    Uch verstehe aber die Überschrift nicht! "Diese Physik -Sensation ist auch für Normalos spannend". -Wo bitte war die spannende Stelle?

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