Großalarm in Neuseeland: Google-Ballon mit abgestürztem Flugzeug verwechselt

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Großalarm in Neuseeland: Google-Ballon mit abgestürztem Flugzeug verwechselt

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Das Bild zeigt einen zum Projekt "Loon" gehörenden Ballon. In der Nähe des Lake Tekapo auf der Südinsel Neuseelands wurden 30 Ballons gestartet.

Googles "Loon Projekt" hat in Neuseeland für Aufregung gesorgt. Einer der unbemannten Ballons ist abgestürzt - die Rettungskräfte vermuteten ein Flugzeug und rückten mit einem Großaufgebot aus.

Ein unbemannter Google-Ballon hat in Neuseeland Großalarm ausgelöst. Die Rettungskräfte in Christchurch glaubten nach dem Notruf eines Bauern, ein Flugzeug sei ins Meer gestürzt, wie die Polizei am Freitag berichtete. Rettungshubschrauber und Boote der Küstenwachen rückten aus. Sie fanden aber nur die Ballonhülle. Wie sich herausstellte, gehörte der Ballon zu Googles „Loon Projekt“.

Das Unternehmen will Kunden in abgelegenen Regionen aus der Luft mit Breitband-Internet versorgen. Tests mit 30 Ballons begannen im Juni 2013 in Neuseeland in Nähe des Lake Tekapo und sind nach Angaben von Google vielversprechend. Eine Gruppe von 50 Test-Haushalten in der Region habe spezielle Internetantennen erhalten und könne sich mit dem ballongestützten Netzwerk verbinden, hieß es von Seiten des Internet-Giganten.

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Ein Großteil der Weltbevölkerung ist bisher nicht ans Internet angebunden. Neben Google will auch Facebook das ändern. Das Online-Netzwerk entwickelt ein System aus Satelliten und Drohnen, die für Internet-Zugänge per Funk sorgen sollen. Beide Firmen wollen sich so neue Märkte erschließen.

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Googles mit Helium gefüllten Ballons ähneln in ihrem Aussehen riesigen Quallen und schweben rund 20 Kilometer über der Erde. Die Internet-Daten werden per Funk über Bodenstationen von und zu den Ballons übertragen. Die Ballons können untereinander kommunizieren und bilden nach Angaben von Google ein Netzwerk in der Luft. Das „Projekt Loon“ ist in der Einheit Google X entworfen worden. Sie hat den Auftrag, nach radikal neuen Technologielösungen zu suchen, „um die wirklich großen Probleme der Welt zu lösen“. Diese Abteilung ist direkt Google-Mitbegründer Sergey Brin unterstellt. Dort wurde auch die Datenbrille Google Glass entwickelt.

Die Erfahrungen des Pilotversuchs in Neuseeland sollen verwendet werden, um die Technologie zu verfeinern und die nächste Phase für das Projekt voranzutreiben. Das Google-Projekt erinnert im Konzept an das weltumspannende Satellitenkommunikationssystem Iridium aus 66 aktiven Satelliten auf sechs Umlaufbahnen, die allerdings viel weiter von der Erdoberfläche entfernt unterwegs sind. Sie umkreisen die Erde in einer Höhe von etwa 780 Kilometern innerhalb von rund 100 Minuten.

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