Handhygiene: Mit der Faust gegen Bazillen

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Handhygiene: Mit der Faust gegen Bazillen

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Obama macht es vor: So sollte eine hygienische Begrüßung aussehen.

von Timo Stukenberg

US-Präsident Barack Obama grüßt Mitarbeiter und Unterstützer regelmäßig mit einem "Fist bump". Damit wirkt er nicht nur lässig - sondern schützt sich auch wirksam vor Bakterien.

Kann der mächtigste Mann der Welt jemanden mit der Faust begrüßen? Er kann. Und er tut gut daran. Das haben Forscher der Aberystwyth Universität in Großbritannien jetzt in einem ungewöhnlichen Experiment nachgewiesen. Demnach überträgt Barack Obama mit seiner Begrüßung bis zu 90 Prozent weniger Bakterien als bei einem gewöhnlichen Handschlag.

Wie die Forscher im American Journal of Infection Control beschrieben, haben sie Probanden mit Latex-Handschuhen ausgestattet und sie gebeten, sich zu begrüßen: mit einem Handschlag, mit Einklatschen und einem "Fist bump". Einer der beiden Handschuhe war mit E. Coli-Bakterien versehen. Nach der Begrüßung prüften die Forscher, wie viele der Bakterien übertragen wurden. Das Ergebnis: Der "Fist bump" schnitt am besten ab.

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"Die Einführung des Anfaustens könnte die Übertragung von ansteckenden Krankheiten substantiell verringern", sagt David Whitworth, Co-Autor der Studie. Eine Begrüßung ohne Handkontakt halten die Forscher für ausgeschlossen. Die Geste, mit der wir zeigen, dass wir keine Waffe in der Hand halten, ist zu tief in uns verwurzelt.

Gerade in Krankenhäusern sollten Ärzte und Patienten auf den Handschlag verzichten, forderte erst kürzlich das Fachblatt "Journal of the American Medical Association". Krankheiten, die durch Handschlag übertragen werden, sind laut der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC häufig tödlich - und leicht zu vermeiden.

Ersetzt den Handschlag!

Das Einklatschen, die sogenannte "High Five", ist zwar genauso lässig wie das Anfausten. Laut den Forschern werden dabei aber immer noch rund die Hälfte der Bakterien übertragen.

Forscher fordern schon seit langem den Handschlag zu ersetzen, zum Beispiel durch das Anfausten. Gerade im Fall einer Pandemie wie zuletzt 2009, als die Schweinegrippe grassierte, hätte sich Alternativen zum Handschlag bewährt. In den USA gibt es sogar eine eigene Bewegung, "Stop Handshaking", die sich für das Abschaffen des Handschlags einsetzt.

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Der Dalai Lama folgt dem Beispiel von Präsident Obama bereits. Vielleicht sollten auch andere Staatsoberhäupter es Obama nachmachen und sich beim nächsten G8-Gipfel mit einem "Fist bump" begrüßen - im Namen der Gesundheit.

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