Herzbericht 2015: Frauen sterben doppelt so oft an Herzschwäche

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Herzbericht 2015: Frauen sterben doppelt so oft an Herzschwäche

von Caroline Biallas

Immer mehr Menschen in der Bundesrepublik sterben an Herzschwäche – vor allem Frauen. Das geht aus dem Deutschen Herzbericht 2015 hervor. Und wer in den ostdeutschen Ländern lebt, ist noch stärker gefährdet.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind nach wie vor die häufigste Todesursache in Deutschland: Mehr als 338.000 Menschen bundesweit starben daran 2014, wie aus dem Herzbericht 2015 hervorgeht, den die Deutsche Herzstiftung am Mittwoch in Berlin präsentierte. Und die Zahl der Erkrankungen steigt weiter an, wenn auch nur leicht.

Der Bericht zeigt: Trotz moderner Medizin sterben mehr Patienten an Herzerkrankungen als in den Jahren zuvor. Während 2011 noch 13.964 Menschen Klappendefekten erlagen, waren es 2013 bereits 15.889 – das entspricht einer Zunahme von 15,3 Prozent. Ähnlich verhält es sich bei Herzrhythmusstörungen (Zunahme der Sterbefälle um 12,2 Prozent) sowie „koronaren Herzkrankheiten“, also Erkrankungen der Kranzgefäße (Zunahme von 2,7 Prozent).

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Insbesondere Frauen sind weitaus gefährdeter als Männer, an Herzschwäche, Rhythmusstörungen oder Klappenkrankheiten zu sterben. So lag 2013 die Sterbeziffer bei Herzschwäche (Gestorbene pro 100.000 Einwohner) für Frauen mehr als 80 Prozent über dem Wert der Männer: 29.973 Frauen starben gegenüber 15.842 Männern. Bei den Herzrhythmusstörungen hingegen lag die Sterbeziffer der Frauen um 47 Prozent höher.

Acht Tipps, um das Herz zu schützen

  • Wechseln Sie in die Vogelperspektive

    Versuchen Sie, die Situation, die Ihnen Frust bereitet, ganz bewusst von oben beziehungsweise von außen zu betrachten. So bauen Sie eine innere Distanz zum aktuellen Geschehen auf. Zum Beispiel: "Der Stau, in dem ich gerade stehe, ist eine Tatsache, die ich nicht ändern kann. Wenn ich mich aufrege, verschlimmere ich die Situation nur."

  • Treiben Sie Sport

    Sport zählt laut der Deutschen Herzstiftung zu den besten Möglichkeiten, um Stress loszuwerden. Bereits eine halbe Stunde Bewegung, sei es Walking, Schwimmen oder Tennis, kann gefühlte Wunder vollbringen.

  • Das Übel bei der Wurzel packen

    Zwar lassen sich die Ursachen von Stress nicht immer beheben, etwa bei einem schwierigen Chef. Bei Stress in der Beziehung können gezielte Gespräche helfen. Hier gilt: Nicht schon aufgebracht ins Gespräch gehen, sondern lieber ein paar Tage warten und alle Argumente und Gegenargumente auch sacken lassen.

  • Entspannungstechniken einüben

    Yoga, autogenes Training und Co. werden immer wieder angepriesen - doch nicht jedem sind sie eine Hilfe. Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt einen pragmatischen Ansatz: Wenn eine Methode Entspannung bringt, ist sie auch gut - wenn nicht, sollte man andere Sachen ausprobieren. Während manche Menschen alleine und in völliger Stille entspannen, bevorzugen andere etwa die Anleitung in einer Gruppe. Die gewählte Technik sollte auf jeden Fall regelmäßig geübt werden, damit sie in akuten Stress-Situationen auch abrufbar ist.

  • Starten Sie Ihren "Gegenentwurf"

    Unter dem "Gegenentwurf" versteht man die ständige Pflege persönlicher Interessen, seien es Chorsingen, Fußballspielen oder Briefmarkensammeln. Also Aktivitäten, die uns anregen und positiv herausfordern und so vom negativen Stress ablenken.

  • Verbannung für Entspannungskiller

    Fernsehen mag zwar entspannend erscheinen, doch man ist dabei passiv und erreicht keine nachhaltige Stress-Reduktion - wertvolle Zeit, in der man den Ärger des Tages verarbeiten und abschütteln kann, geht so verloren. Es kann helfen, sich einen Plan zu machen, an welchen Tagen man den Fernseher auf jeden Fall auslassen und stattdessen ein altes Hobby wieder aufleben lassen oder ein Treffen mit Freunden verabreden kann.

  • Vorsicht bei Medikamenten

    Arzneien, die Beruhigung versprechen gibt es zwar - sie sollten aber stets nur unter Kontrolle eines Arztes zum Einsatz kommen, und nicht einfach auf eigene Faust im Internet bestellt werden. Als Beispiel nennt die Deutsche Herzstiftung Benzodiazepine, die für langfristige Stressbewältigung ungeeignet sind, weil sie schon nach kurzer Zeit abhängig machen und zudem erhebliche Nebenwirkungen (Konzentrationsschwierigkeiten, Benommenheit) haben können.

  • Achten Sie auf Ihre Ernährung

    Gerade wer viel zu tun und einen gefühlten 48-Stunden-Tag hat, achtet oft nicht ausreichend auf seine Ernährungsweise. Es wird dann zu schnell, das Falsche und zu viel gegessen und vielfach auch zu viel Alkohol getrunken. Zusammen mit Bewegungsmangel kann das zu Übergewicht führen, was Unzufriedenheit und Frustgefühle noch verstärken kann. Man sollte sich am Besten ein Repertoire an schnellen und gesunden Mahlzeiten zulegen, etwa aus der Mittelmeerküche.

Warum Frauen dafür so viel anfälliger sind als Männer, darüber rätseln auch noch die Forscher. Mögliche Erklärungsversuche dafür seien „geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Wirkung von Medikamenten aufgrund von Stoffwechselprozessen, unterschiedlicher Anatomie oder hormonelle Unterschiede“, so Professor Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung bei der Präsentation in Berlin. In Frage kämen aber auch psychosoziale Faktoren wie die beispielsweise Einsamkeit von Frauen im hohen Alter.

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