High-Tech-Prothesen: Besser als das Original

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High-Tech-Prothesen: Besser als das Original

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Mit High-Tech-Prothesen lässt es sich schneller laufen, höher springen und leichter in Felswänden klettern.

von Susanne Kutter

Die Zeit von Krücken und Holzbeinen ist vorbei: Mit modernen Techno-Beinen lässt es sich schneller laufen, höher springen und leichter in Felswänden klettern.

Die Turniertänzerin Adrianne Haslet-Davis verlor beim Bombenattentat auf den Boston-Marathon 2013 ihr linkes Bein. Doch sie tanzt wieder. Denn Hugh Herr, der Chef der Forschungsgruppe Biomechatronik am US-amerikanischen Massachusetts Institute of Technology in Cambridge hat ihr eine High-Tech-Prothese gebaut, mit der sie wieder auf jeder Bühne und bei jedem Tanzwettbewerb auftreten kann.

Die Zeit, als Kriegs-, Unfall oder Bombenopfer sich mit Krücken und Holzbeinen durch die Welt schleppten, ist lange passé. Heutige Prothesen haben nicht nur Gelenke und Motoren, sie lassen sich vielfach intuitiv und natürlich bewegen. Dafür messen die Prothesenbauer mit Elektroden auf der Haut die Muskelaktivität oberhalb der amputierten Gliedmaßen. Denn diese können die Patienten willentlich über die Nerven noch steuern.

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Und wenn sie schon einmal dabei sind, entwickeln Visionäre wie Herr gleich solche Prothesen, die noch viel mehr können als die Gliedmaßen, die die Evolution hervorgebracht hat. Das geht weit über die heute bereits üblichen Carbonfedern für Läufer wie den Südafrikaner Oscar Pistorius oder die US-Amerikanerin Aimee Mullins hinaus.

Herr, der als junger Mann bei einem Bergunfall beide Beine verlor, hat sich schon sehr früh spezielle Kunstfüße gebaut, die Titanspikes für eisglatte Steilwände tragen. Oder Kletterstelzen, die ihn 2,40 Meter groß machen und sonst unerreichbare Griffe und Tritte im Berg erreichen lassen.

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