High Tech: Roboter für den Haushalt

High Tech: Roboter für den Haushalt

von Jürgen Rees und Thomas Kuhn

Assistenzsysteme, Sensoren, Roboter: Innovative Technologien erobern den Alltag älterer Menschen. Die Technik bietet Sicherheit, senkt Gesundheitskosten und steigert die Lebensqualität – immer öfter auch bei jüngeren Kunden.

Asimo balanciert auf seiner linken Hand ein Tablett mit einer Flasche Wasser und Gläsern und umkurvt alles, was ihm im Weg steht. Dann greift er die Flasche, schraubt sie auf und gießt Wasser in den Plastikbecher, ohne ihn dabei zu zerquetschen.

Treppen steigen, hüpfen, hören, sehen oder tasten konnte der 130 Zentimeter große Roboter des japanischen Autoherstellers Honda bereits. Doch dank neuentwickelter Greiferhände ist das jüngste, kürzlich vorgestellte Modell nun sogar so sensibel, dass es sich zur digitalen Pflegekraft eignet.

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Kluge Alltagstechnik

Schon bald sollen er und immer mehr seiner Kollegen nicht nur im Haushalt, sondern auch in der Pflege aktiv werden. Denn unserer alternden Gesellschaft werden die Menschen knapp, die den Senioren zur Hand gehen. Auswege versprechen technische Assistenzsysteme und Roboter, mit deren Hilfe die Generation 50 plus ihr Leben möglichst lange in der eigenen Wohnung meistern kann.

iPad Quelle: dpa

Das iPad wird zum digitalen Schaltpunkt für Haustechnik und Einkäufe.

Bild: dpa

Die Zeit drängt. Schon heute sind 40 Prozent der Deutschen älter als 50 Jahre, im Jahr 2035 sind es rund die Hälfte – jeder Dritte wird dann sogar mehr als 60 sein. Die Pensionäre von morgen brauchen häufiger fremde Hilfe, weil einerseits die Zahl der Single-Haushalte wächst und andererseits immer öfter Familienangehörige weit über das Land verstreut leben.

Forscher aus Unternehmen und Hochschulen arbeiten daher unter dem Begriff Ambient Assisted Living (AAL) an altersgerechten Assistenzsystemen: Techniken, die Menschen im Alltag helfen, ohne sie zu überfordern oder zu bevormunden.

Dumme Wohnungen

Wer wissen will, welche Technologien die Wohnungen von morgen beherrschen werden, sollte sich aktuelle Autos anschauen: Dort lassen sich Türen und Fenster auf Knopfdruck öffnen. Das Navi sorgt jederzeit für Orientierung. Neueste Systeme erkennen sogar, wenn der Fahrer ohnmächtig geworden ist, und steuern den Wagen automatisch auf die Standspur.

„Dagegen sind Wohnungen heute noch ziemlich dumm“, sagt Birgid Eberhardt vom Verband der Elektrotechnik (VDE). Die Koordinatorin der AAL-Innovationspartnerschaft mit dem Bundesforschungsministerium (BMBF) glaubt, dass sich das in den nächsten Jahren ändern wird.

Mit welchen altersgerechten Techniken Unternehmen und Forscher das Leben der Senioren heute schon verbessern können und was sie in den nächsten Jahren zur Marktreife bringen wollen, zeigt dieser beispielhafte Tagesablauf:

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