Hochschulwatch.de: Wo Wirtschaft und Wissenschaft verflochten sind

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Hochschulwatch.de: Wo Wirtschaft und Wissenschaft verflochten sind

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Studenten sitzen einem Hörsaal der Technischen Universität in München.

Ein Internetportal der Anti-Korruptions-Organisation Transparency International zeigt die Verflechtungen von Wissenschaft und Wirtschaft. Alleine 1000 Stiftungsprofessuren gibt es in Deutschland - die meisten in München.

Verflechtungen von Wissenschaft und Wirtschaft in Deutschland untersucht das Internetportal „hochschulwatch.de“, dessen Neuauflage an diesem Dienstag (10.00 Uhr) in Berlin präsentiert wird. „Bis heute wurden dort über 10.000 Kooperationen zwischen Wirtschaft und Hochschulen gesammelt - Sponsoring-Verträge, Stiftungsprofessuren, geförderte Institute oder Forschungsaufträge“, teilten die Anti-Korruptions-Organisation Transparency International und die Berliner „Tageszeitung“ (taz) mit. Sie sind die Initiatoren der vor zwei Jahren gestarteten Webseite.

Die Zeitung hatte am Wochenende unter dem Titel „Das Geld des Geistes“ über das Einwerben sogenannter Hochschul-Drittmittel aus der Wirtschaft und damit mögliche Abhängigkeiten der Universitäten berichtet. In Deutschland gebe es demnach rund 1000 Professuren, die von Wirtschaftsunternehmen oder privaten Stiftungen finanziert würden.

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Die meisten Stiftungsprofessuren hatte nach den „taz“-Recherchen die Universität München (56), vor Dresden (45), Erlangen-Nürnberg (40), Berlin (Humboldt-Uni, 37) und Bonn (32).

Auf der Webseite „hochschulwatch.de“, die am Dienstag mit aktuellen Daten online geht, können Nutzer gezielt nach den Geldgebern suchen oder eigene Angaben zu Beispielen von Einflussnahme machen. Dort würden alle Kooperationen aufgelistet - damit werde deutlich, welche Firmen wie viel an deutsche Unis zahlen.

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Nach jüngsten vorliegenden Zahlen von 2012 gaben die Hochschulen knapp 45 Milliarden Euro aus. 22,2 Milliarden Euro zahlten die Länder für die sogenannte Grundfinanzierung. 16,1 Milliarden Euro kamen von den Krankenkassen für die Versorgung an Uni-Kliniken. Fast 6,8 Milliarden Euro stammten aus der Wirtschaft oder waren öffentliche Fördergelder (Drittmittel).

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