Hygiene: Virus kann Gebäude in wenigen Stunden verseuchen

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Hygiene: Virus kann Gebäude in wenigen Stunden verseuchen

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Türöffner für Krankheitserreger: Ein Versuch zeigte, wie schnell sich Viren in einem Gebäude ausbreiten.

von Jana Reiblein

Ob Türklinken, Tastaturen oder Lichtschalter: Viren verbreiten sich in Büros und Kliniken rasend schnell. Der Versuch eines amerikanischen Forschers zeigt, wie leicht die Erreger sich verteilen.

Wir Menschen machen es Viren leicht, sich zu verbreiten. Wie Forscher um Charles Gerba von der Universität Arizona am Montag auf einer Konferenz der Amerikanischen Gesellschaft für Mikrobiologie in Washington berichteten, kann sich ein Virus binnen weniger Stunden durch ein komplettes Gebäude verteilen. Dabei wäre das so leicht zu verhindern.

Das Forscherteam hatte früh morgens einen Türknauf oder eine Tischplatte in Bürogebäuden, Hotels und Krankenhäusern mit einem für Menschen unschädlichen Virus beschmiert. Danach nahmen sie in regelmäßigen Abständen Abstriche von Personen und Gegenständen in den Gebäuden.

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Nach nur zwei bis vier Stunden konnte das Virus bei 40 bis 60 Prozent der Mitarbeiter und Besucher sowie häufig angefassten Gegenständen nachgewiesen werden: Lichtschalter, Bettgestelle, Türklinken, Computer, Tischplatten oder Kaffeetassen - überall fanden die Forscher das Virus.

Über einen solchen direkten Kontakt verbreitetet sich etwa das hochansteckende, Durchfall auslösende Norovirus. Wie schnell es um sich greift, zeigte etwa eine Noro-Welle in Ostdeutschland 2012, als verseuchte Tiefkühlerdbeeren mehr als elftausend Kinder und Jugendliche an Brech-Durchfall erkranken ließen. Der Versuch Gerbas zeigte, dass die Viren sich innerhalb kürzester Zeit von nur einer einzigen kontaminierten Fläche aus massiv verbreiten und schnell die gesamte Belegschaft durchseuchen können.

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„Unsere Ergebnisse lassen keinen Zweifel daran, dass öffentliches Gebrauchsgut sehr schnell kontaminiert wird“, sagte Gerba. „Sie zeigen aber auch, dass es einfache Maßnahmen gibt, den Kontakt mit den Viren drastisch zu reduzieren.“

Schon der Einsatz von handelsüblichen Desinfektionstüchern, kombiniert mit regelmäßigem Händewaschen, konnte die Ausbreitung der Viren um 80 bis 99 Prozent reduzieren, berichtete Gerba. Dabei sollten besonders häufig angefasste Objekte wie Türknäufe oder Telefone regelmäßig abgewischt werden.

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