Hyperloop-Wettbewerb: Deutsche Studenten siegen erneut

Hyperloop-Wettbewerb: Deutsche Studenten siegen erneut

Tesla-Gründer Elon Musk sucht per Wettbewerb nach einer Transportkapsel für seine Vision des Hochgeschwindigkeits-Verkehrsmittels Hyperloop. Eine Gruppe Münchner Studenten sticht nun erneut die Konkurrenz aus.

Münchner Studenten haben einen Wettbewerb des Raumfahrtunternehmens SpaceX zum geplanten Hochgeschwindigkeits-Verkehrsmittel Hyperloop gewonnen. Auf 324 Stundenkilometer beschleunigte ihre Transportkapsel in einer 1,25 kilometerlangen Teströhre, wie die Studentenorganisation „Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft für Raketentechnik und Raumfahrt“ (WARR)am Montag mitteilte. Die WARR ist an der Technischen Universität München angesiedelt.

Fakten zum Hyperloop

  • Der Ideengeber

    Elon Musk schrieb schon als Kind Computerprogramme. Ein Physikstudium brach er ab, um seine erste Firma zu gründen: Zip2. Eine andere Gründung entwickelte Paypal - 2002 übernahm Ebay das Unternehmen. 2002 gründete er das private Weltraumunternehmen SpaceX. Ein Jahr später entstand Tesla Motors.

  • Die Unternehmen dahinter

    Die Idee kam von Elon Musk - bauen sollen den Hyperloop aber andere. Aktuell gibt es zwei Unternehmen, die am Hyperloop arbeiten: Hyperloop Transportation Technologies und Hyperloop Technologies.

  • Das Konzept

    Hinter dem Hyperloop-Konzept steckt die Idee für ein neues Hochgeschwindigkeitstransportsystem. Bis zu 28 Passagiere können in einer Art Kapsel Platz nehmen, die dann auf einem Luftpolster durch Röhren mit bis zu 1220 Stundenkilometern schießt. In den Röhren, die von Stelzen getragen werden, herrscht ein äußerst geringer Luftwiderstand, ein Fast-Vakuum. Die Kapseln werden aber von Elektromotoren angetrieben. Der dazu notwendige Strom soll aus Solarpanels kommen.

Der Hyperloop ist eine Vision von Tesla-Gründer und SpaceX-Chef Elon Musk, der auch den Wettbewerb initiiert hatte: In Kapseln sollen Menschen per Unterdruck mit Schallgeschwindigkeit durch Röhren von Stadt zu Stadt reisen. Musk nannte die Fahrt der Münchner Kapsel „unglaublich“ und veröffentlichte ein Video der Fahrt durch die Röhre auf Twitter.

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Die WARR setzte sich mit gewaltigem Abstand gegen 24 andere Studentengruppen durch - die Kapsel der zweitplatzierten Gruppe aus Kanada erreichte etwas über 100 Stundenkilometer. Bereits beim letzten Wettbewerb im Januar war eine Kapsel von WARR am schnellsten gewesen. Damals kam sie noch auf 94 Stundenkilometer. Schallgeschwindigkeit erreichten die Studenten mit ihrer Kapsel aber noch nicht - die liegt bei mehr als 1200 Stundenkilometern.

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So sehen Sieger aus: Die Mitglieder des WARR-Teams feiern ihren Sieg beim Hyperloop-Wettbewerb.

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