IFA 2015: Wie das Smart Home das Internet flutet

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IFA 2015: Wie das Smart Home das Internet flutet

Auf der IFA buhlen unzählige Anbieter beim Smart Home um Aufmerksamkeit und die Gunst des Verbrauchers. Doch ist auch noch genug Platz im Internet, viele Millionen von Haustechnikgeräten anzuschließen?

Internet in allem und überall. Auch zu Haus, im Smart-Home. Nicht nur in Smartphone, Fernseher und Radio, sondern auch in Heizungsthermostat, Jalousienmotor, Lichtschalter und Waschmaschine. Das Internet der Dinge, Internet of Things (IoT) erobert das Zuhause.

Auf der IFA ist diese Entwicklung an nahezu jedem Stand zu sehen. Längst ist der Branchentreffen elektronischer Medien zur führenden Messe für Consumer-Elektronik entwickelt. Und da stecken mittlerweile in den neuesten Generationen aller möglichen Geräteklasse Kommunikationsmöglichkeiten, die sie mit dem Internet verbinden.

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Bernd Grohmann eQ-3

Bernd Grohmann (50) ist seit November 2010 Vorstandsmitglied des Hauselektrik-Hersteller eQ-3. (zum Vergrößern bitte anklicken)

Damit rückt ein Problem, mit dem sich bisher Spezialisten beschäftigt haben, in die Lebenswelt von jedermann: Im Internet wird’s eng. Schon vor vier Jahren schlugen Experten Alarm, die Adressen im Internet gingen zur Neige. Im Februar 2011 meldete die Internet Assigned Numbers Authority (IANA) als zuständiges Gremium, sie habe die letzten öffentlichen Adressblöcke an die fünf regionalen Registrierungsstellen gegeben. Das für Europa zuständige Gremium, das Résaux IP Européens Network Coordination Centre (RIPE NCC) vergibt seit Herbst 2012 die Adressen ihres letzten freien Blocks.

340 Sextillionen Adressen

Doch ohne freie Adressen können keine neuen Geräte ins Internet eingebunden werden. Wie aber kann dann die immer weitere Verbreitung des Internets von Computer über Smartphone und Tablet bis in die Haustechnik und das Internet der Dinge gelingen?

Zum einen sollte die Meldung der IANA im Jahr 2011 wohl vor allem den Umstieg vom derzeit verwendet IP4- zum neuen IP6-Adresssystem vorantreiben. Während IP4 nur knapp 4,3 Milliarden Internetadressen bereitstellen kann, sind es bei IP6 340 Sextillionen (eine Sextillion hat 36 Nullen). Das reicht locker, um jedem möglichen Gerät eine echte Internetadresse zuzuordnen. Doch bislang arbeiten vor allem große Netzwerke von Telekommunikationsunternehmen auf IP6-Basis. Wann das öffentliche Internet umgestellt wird, ist noch nicht abzusehen.

Zum anderen gibt es zurzeit immer noch rund 16 Millionen IP4-Adressen, die in Europa vergeben werden können. In den letzten Jahren sind es sogar ein paar mehr geworden, weil die Adressen, die nicht mehr benötigt werden, an RIPE NCC zurück- und dann neu ausgegeben werden können.

Der wichtigste Grund aber, weshalb die vermeintliche Adressknappheit im Internet vorerst keine Auswirkungen auf die Hausautomatisierung hat: Die einzelnen Steuergeräte werden typischerweise nicht direkt mit dem Internet verbunden, sondern nur über eine Verbindungsstelle, den Router, und der braucht nur die eine IP-Adresse, die er auch jetzt schon für den Internetanschluss zum Mailen und Surfen zu Hause verwendet. Entwarnung also – für die Hausautomatisierung gibt es auf absehbare Zeit kein Problem, nur weil dem aktuellen Internetsystem die Adressen ausgehen.

Komplizierter wird es jedoch bei der konkreten Entscheidung für Smart-Home-Lösungen. Hier hat Google im vergangenen Jahr für Furore gesorgt, als der Suchmaschinengigant das Start-up Nest übernommen hat, das eine intelligente Steuerung für die Zentralheizung entwickelt hat. In Deutschland hat das Start-up Tado ein ähnliches System entwickelt, das sich gut in europäische Heizungsanlagen integrieren lässt. Apple motiviert mit seinem HomeKit andere Hersteller, das iPhone zur universellen Fernbedienung im Smart-Home zu machen.

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