IG Nobelpreise : Nobelpreise für Jesus-Toast und Bananenschalen

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IG Nobelpreise : Nobelpreise für Jesus-Toast und Bananenschalen

Papierflieger, gesungene Dankesreden und echte Nobelpreisträger als Zuschauer: Bei einer schrillen Gala an der US-Eliteuni Harvard wurden die Ig-Nobelpreise für kuriose Forschungen verliehen.

Jesus-Toast, Schweinefleisch gegen Nasenbluten und pinkelnde Hunde: Zehn Forschungsarbeiten, die „erst zum Lachen und dann zum Denken anregen“, sind an der US-Eliteuniversität Harvard in der Nacht zum Freitag mit den Ig-Nobelpreisen ausgezeichnet worden. Zu der traditionell schrillen Gala mit mehr als 1000 Zuschauern, die zum 24. Mal stattfand, reisten auch echte Nobelpreisträger an.

Unter den Preisträgern war in diesem Jahr auch die deutsche Biologin Sabine Begall von der Universität Duisburg-Essen. Gemeinsam mit einem Team von Forschern fand sie heraus, dass Hunde, die ihr Geschäft verrichten, ihre Position am Magnetfeld der Erde ausrichten.

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Das sind die ig-Nobelpreisträger 2014

  • Biologie

    Vlastimil Hart, Petra Novakova, Erich Pascal Malkemper, Sabine Begall, Vladimir Hanzal, Milos Jezek, Tomas Kusta, Veronika Nemcova, Jana Adamkova, Katerina Benediktova, Jaroslav Cerveny und Hynek Burda (Tschechien, Deutschland) für den Beweis, dass Hunde, die ihr Geschäft verrichten, sich bei der Ausrichtung ihrer Position am Magnetfeld der Erde orientieren.

  • Physik

    Kiyoshi Mabuchi, Kensei Tanaka, Daichi Uchijima und Rina Sakai (Japan) für eine Studie über die Gleitfähigkeit von Bananenschalen.

  • Neurowissenschaft

    Jiangang Liu, Jun Li, Lu Feng, Ling Li, Jie Tian und Kang Lee (China und Kanada), die erforscht haben, was in den Gehirnen von Menschen vorgeht, die das Gesicht von Jesus auf einem Stück Toast sehen.

  • Psychologie

    Peter K. Jonason, Amy Jones und Minna Lyons (Australien, Großbritannien und USA) für die Entdeckung, dass Menschen, die gewohnheitsmäßig lange wach bleiben, eher selbstverliebt, manipulativ und psychopathisch sind als Menschen, die früh aufstehen.

  • Gesundheitswesen

    Jaroslav Flegr, Jan Havlicek und Jitka Hanusova-Lindova sowie David Hanauer, Naren Ramakrishnan und Lisa Seyfried (Tschechien, USA, Indien) für die Untersuchung, ob es für den Verstand gefährlich ist, eine Katze zu besitzen.

  • Kunst

    Marina de Tommaso, Michele Sardaro und Paolo Livrea (Italien) für die Messung des Schmerzes, den Menschen beim Anblick eines hässlichen Bildes im Vergleich zu einem schönen Bild erleiden, während ein Laserstrahl auf ihre Hand zielt.

  • Wirtschaft

    Italiens nationales Statistik-Institut dafür, dass es für die Europäische Union die Führung dabei übernommen hat, die Größe der nationalen Wirtschaft um die Erträge aus Prostitution, illegalem Drogenhandel, Schmuggel und anderen ungesetzlichen finanziellen Transaktionen zu erweitern.

  • Medizin

    Ian Humphreys, Sonal Saraiya, Walter Belenky und James Dworkin (USA und Indien) für die Behandlung von nicht unter Kontrolle zu bekommenden Nasenbluten mit Streifen von gepökeltem Schweinefleisch

  • Wissenschaft der Arktis

    Eigil Reimers und Sindre Eftestol (Norwegen) für Untersuchungen, wie Rentiere auf als Eisbären verkleidete Menschen reagieren.

  • Ernährung

    Raquel Rubio, Anna Jofre, Belen Martin, Teresa Aymerich und Margarita Garriga (Spanien) für ihre Studie zur Nutzung von Darmbakterien von Babys bei der Herstellung fermentierter Würstchen.

Ein Team aus Japan wurde für eine Studie über die Gleitfähigkeit von Bananenschalen ausgezeichnet. Wissenschaftler aus China und Kanada bekamen einen Ig-Nobelpreis (ignoble bedeutet auf Deutsch unwürdig), weil sie erforschten, was in den Gehirnen von Menschen vorgeht, die das Gesicht von Jesus auf einem Stück Toast sehen.

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Eine Gruppe von Forschern aus den USA und Indien wurde ausgezeichnet, weil sie getestet hatten, wie starkes Nasenbluten mit Streifen aus gepökeltem Schweinefleisch unter Kontrolle gebracht werden kann. „Und dabei bin ich doch Vegetarierin“, sagte die Forscherin Sonal Saraiya in ihrer Dankesrede. Zwei Norweger wurden geehrt, weil sie erforscht hatten, wie Rentiere auf als Eisbären verkleidete Menschen reagieren.

Insgesamt wurden bei der rund zweistündigen Gala zehn Ig-Nobelpreise verliehen. Die Trophäen bestanden in diesem Jahr aus einem Mensa-Tablett mit Besteck und Geschirr aus Plastik, dazu gab es eine Urkunde und eine Banknote über zehn Billionen simbabwische Dollar. Seit 2009 gibt es diese Währung faktisch nicht mehr. Mit ihr ist eine der höchsten Inflationsraten der Geschichte verknüpft.

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