Infrastruktur: Wie der Hyperloop die Immobilienpreise verändern könnte

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GastbeitragInfrastruktur: Wie der Hyperloop die Immobilienpreise verändern könnte

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Testgelände von Hyperloop One.

Wenn Elon Musks Hyperloop irgendwann in Deutschland eingeführt wird, könnte er den Immobilienmarkt durchrütteln. Vor allem Städte wie Hannover und Nürnberg könnten von einer Nord-Süd-Verbindung profitieren.

Wer aktuell den Namen Elon Musk hört, denkt sicherlich in erster Linie an das Unternehmen Tesla. Tesla ist aktuell das wohl größte und medial am stärksten wahrgenommene Projekt des Milliardärs. Doch auch andere Vorhaben von Musk sind interessant: Neben SpaceX rückt nun der Hyperloop verstärkt in den Fokus.

Beim Hyperloop geht es um eine neue Art der Waren- und Personenbeförderung, die durch Musks Unternehmergeist und Finanzspritzen nun ebenfalls Realität werden könnte. Die neuartige „Magnetschwebebahn“ in Röhren soll mehr als 1000 Kilometer in der Stunde zurücklegen können.

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Nachdem in der Wüste von Nevada gerade der erste erfolgreiche Test der Firma Hyperloop One absolviert wurde, nennt das Unternehmen 2020 als Jahr der technischen Einsatzbereitschaft. Unabhängig davon, ob dieser Zeitplan einzuhalten ist, gibt es ein wachsendes Interesse an der Technologie.

Zur Person

  • Björn Marquardt

    Björn Marquardt, 36, arbeitet als Anlageberater für Firmenkunden bei der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin.

Zuletzt gab der slowakische Wirtschaftsminister Vasil Hudak eine gemeinsame Erklärung mit Hyperloop Transportation Technologies, einem Konkurrenten der Hyperloop One, ab. Er machte deutlich, dass er die Technologie als ein Sprungbrett für Innovationen sieht. Diese Haltung ist absolut nachvollziehbar.

Neben den extrem hohen Geschwindigkeiten sind vor allem die sehr niedrigen Kosten für die Beförderung von Waren spannend. Der weltweite Effizienzdruck wird im Hyperloop eine neue Form der Bewegung hervorbringen, die gerade den angeschlossenen Regionen einen hohen Wettbewerbsvorteil bringen wird.

Fakten zum Hyperloop

  • Zur Person

    Elon Musk, 42, schrieb schon als Kind Computerprogramme. Ein Physikstudium brach er ab, um seine erste Firma zu gründen: Zip2. Eine andere Gründung entwickelte Paypal - 2002 übernahm Ebay das Unternehmen.

  • Die Unternehmen dahinter

    Die Idee kam von Elon Musk - bauen sollen den Hyperloop aber andere. Aktuell gibt es zwei Unternehmen, die am Hyperloop arbeiten: Hyperloop Transportation Technologies und Hyperloop Technologies.

  • Das Konzept

    Hinter dem Hyperloop-Konzept steckt die Idee für ein neues Hochgeschwindigkeitstransportsystem. Bis zu 28 Passagiere können in einer Art Kapsel Platz nehmen, die dann auf einem Luftpolster durch Röhren mit bis zu 1200 Stundenkilometern schießt. In den Röhren, die von Stelzen getragen werden, herrscht ein äußerst geringer Luftwiderstand, ein Fast-Vakuum. Die Kapseln werden aber von Elektromotoren angetrieben. Der dazu notwendige Strom soll aus Solarpanels kommen.

Allerdings wird es auch Konsequenzen geben, die nicht so offensichtlich sind. Vor allem die Personenbeförderung könnte die aktuelle Realität spürbar verändern.

Die Urbanisierung ist ein Trend, der bisher immer weiter anhält und für immer höhere Preise in den Metropolregionen sorgt. Aber auch zwischen den einzelnen Metropolregionen sind die Preisunterschiede hoch. Dieser Umstand könnte sich bei einer direkten Verbindung durch die Hyperloop-Technologie allerdings bald ändern.

Sollten zum Beispiel die Metropolen Hamburg und München durch einen Hyperloop verbunden werden, könnten mögliche Zwischenstopps in Hannover und Nürnberg für eine Verschiebung der Immobilienpreise sorgen.

Bisher war es sicherlich schwer vorstellbar, dass eine Vielzahl von Menschen jeden Tag zwischen Nürnberg, Hannover und Hamburg pendeln könnte. Bei einer Geschwindigkeit jenseits der 1000 Stundenkilometer ist dieser Umstand allerdings absolut im Bereich des Möglichen.

Die Folge könnte ein gewisser Ausgleich zwischen den Immobilienpreisen sein. Die Preise in den aktuell teuersten Wohnstandorten Deutschlands könnten sich entspannen und der Begriff „Speckgürtel“ könnte neu definiert werden. Gleichzeitig würden dünn besiedelte Gebiete zusätzlich belastet, da die neue „Normalität“ für sie nicht gelten würde.

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