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Innovationspreis: Zehn Schritte zum innovativen Unternehmen

von Sebastian Matthes und Benjamin Reuter

Leif Huff führt ein sehr innovatives Unternehmen. Eine seiner zehn Thesen für den Erfolg: Aus Fehlern lernen. Die WirtschaftsWoche stellt seine zehn Thesen zur Innovation vor.

Leif Huff ist Geschäftsführer und Mitgründer von Ideo Deutschland und arbeitet als Innovationsberater. Quelle: Thorsten Jochim für WirtschaftsWoche
Leif Huff ist Geschäftsführer und Mitgründer von Ideo Deutschland und arbeitet als Innovationsberater. Er sagt: "Die besten Ideen bekomme ich, wenn ich den Ort und die Szenerie wechsle und mich weg bewege vom Arbeitsalltag. Dafür verlasse ich das Büro und gehe spazieren. Manchmal reicht es aber auch, wenn ich mich an einen Tisch setze, wo kein Computer steht, der eine andere Textur hat als mein Schreibtisch oder aus einem anderen Material besteht wie zum Beispiel Holz." Quelle: Thorsten Jochim für WirtschaftsWoche

„In den USA ist das Scheitern einer Unternehmung ein Schritt in einem Lernprozess, in Deutschland wird es leider oft nur als ein Fehler angesehen“, sagt Leif Huff, Geschäftsführer und Mitgründer von IDEO Deutschland, einer der weltweiten Top-Innovationsberatungen am Rande der Preisverleihung des Deutschen Innovationspreises. Er arbeitete als Design- und Innovationsberater in Deutschland und den USA unter anderem für Ravensburger, Lufthansa, Miele und Siemens.

Innovation muss Chefsache sein
Innovationen sind eine Haltung und die muss sich durch das ganze Unternehmen und durch alle Abteilungen ziehen. Dafür braucht das Thema die Unterstützung des Chefs. Innovation benötigt Sponsoring von ganz oben.
Innovation ist Konzentration
Innovation als Wert an sich genügt nicht. Auch eine eigene Abteilung dafür zu gründen oder einen Innovationsmanager einzustellen, genügt nicht. Ausgangspunkt für die Innovation sollten konkrete Themen sein. Beispielsweise: Das Unternehmen muss sich gegen Wettbewerber behaupten oder auf technologische Entwicklungen reagieren.
Innovation ist Multidisziplinär
Wer eine Abteilung aufbaut, die sich um Innovationen kümmert, aber den Rest des Unternehmens nicht auf das Thema einschwört, hat keinen Sinn. Innovation muss multidisziplinär sein, muss dem Teamgedanken folgen. Ist das nicht der Fall, stellt sich das „Not-invented-here-Syndrom“ ein. Sprich: Die Mitarbeiter haben den Eindruck, Innovationen kommen nur aus einer Abteilung und gingen sie darum nichts an. Ziel muss sein, gemeinsam daran zu arbeiten und ein gemeinsames Ziel verfolgen.

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Innovation braucht Raum
Damit ist zunächst Raum im übertragenen Sinne gemeint. Wenn das Thema Innovation Chefsache ist, muss es im Unternehmen die Erlaubnis geben Dinge auszuprobieren. Die Mitarbeiter müssen Fehler machen dürfen und die Erlaubnis haben, übliche Pfade verlassen zu dürfen.
Innovation braucht physischen Raum
Innovation kann aber nur dann erfolgreich sein, wenn es im Unternehmen Räume gibt, wo sich Teams treffen können und wo sie miteinander arbeiten können. Das klingt banal, aber in vielen Unternehmen gibt es diese Räume nicht. Dann fehlt eine physische Repräsentation von Kooperation und Austausch, den wichtigsten Wegbereitern von Innovationen.

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