ISS-Außeneinsatz erfolgreich: Zweiter Ausstieg wird verschoben

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ISS-Außeneinsatz erfolgreich: Zweiter Ausstieg wird verschoben

Mit Bravour hat ein Astronauten-Duo eine Reparatur an der Raumstation ISS gemeistert. Ein weiterer Außeneinsatz muss jedoch wegen Problemen an einem Raumanzug verschoben werden - ausgerechnet auf Heiligabend.

Zwei Astronauten haben bei Reparaturen an der Internationalen Raumstation ISS erste Arbeiten für den Austausch einer kühlschrankgroßen Kühlpumpe erledigt. Dazu stiegen die Amerikaner Mike Hopkins und Rick Mastracchio am Samstag für fünf Stunden und 28 Minuten ins All aus. Die Arbeiten liefen so reibungslos und rasch, dass das Duo mehr als sein Pensum erfüllte. Eigentlich waren sechseinhalb Stunden Zeit eingeplant. Damit ist möglicherweise nur noch ein weiterer Außeneinsatz nötig, um die Arbeiten abzuschließen - an Weihnachten.
Der zweite Ausstieg ins All war zunächst für diesen Montag angesetzt gewesen. Doch bei der Rückkehr in die Station gab es Probleme mit Mastracchios Weltraumanzug. Möglicherweise sei in der Druckschleuse Wasser in einen Teil des Anzugs eingetreten, teilte die US-Weltraumbehörde Nasa in der Nacht zum Sonntag mit. Daher habe das Kontrollzentrum in Houston beschlossen, auf einen Reserve-Anzug zurückzugreifen. Dieser müsse aber noch angepasst werden.
Der zweite Außeneinsatz sei daher nun für Dienstag, den 24. Dezember, geplant. Möglicherweise sind dann geplante Reparaturarbeiten am 25. Dezember nicht mehr nötig. Die US-Raumfahrtbehörde betonte, zu keinem Zeitpunkt sei einer der beiden Astronauten in Gefahr gewesen. Ursprünglich war die Nasa von insgesamt drei Ausstiegen ausgegangen.

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Hopkins und Mastracchios Aufgabe am Samstag war es, die defekte Pumpe abzumontieren. Sie schafften es der Nasa zufolge aber noch zusätzlich, das Gerät mit Hilfe des Kranarmes der Station in einer Halterung an der ISS zu verstauen. Die Pumpe sorgt zusammen mit einer weiteren über einen Ammoniakkreislauf an der ISS-Außenseite dafür, dass die Ausrüstung der Raumstation kühl bleibt. Am 11. Dezember (US-Zeit) war sie plötzlich ausgefallen, vermutlich wegen eines schadhaften Ventils. Danach hatte der Energieverbrauch im russischen Teil der Station deutlich heruntergefahren werden müssen, um das US-Modul mitzuversorgen. Im japanischen und im europäischen Teil der ISS wurde die Hälfte der Systeme ausgeschaltet.

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