ISS: Raumfahrer erledigen Außeneinsatz

ISS: Raumfahrer erledigen Außeneinsatz

Mehr als fünf Stunden arbeiten zwei Kosmonauten im freien Weltall. Nach dem Wiedereinstieg in die Raumstation können sie sich auf die erste Portion Salat freuen, der auf der ISS gewachsen ist.

Zwei Kosmonauten der Internationalen Raumstation ISS haben bei einem rund fünfeinhalbstündigen Einsatz im freien Weltall Antennen montiert und Staubproben von Solarzellen genommen. Gennadi Padalka und Michail Kornijenko montierten bei den anstrengenden Außenarbeiten in der Schwerelosigkeit auch am Modul „Swesda“ (Stern) ein spezielles Geländer für künftige Einsätze. Die beiden Russen hätten alle vorgesehenen Aufgaben erfüllt und seien problemlos wieder in die Luken der ISS rund 400 Kilometer über der Erde eingestiegen, teilte die Flugleitzentrale in Koroljow bei Moskau am Montag mit.

Das internationale Weltraumrecht

  • Der Weltraumvertrag

    Als erste und grundlegende völkerrechtliche Vereinbarung des Weltraumrechts gilt der Weltraumvertrag, der 1967 unterschrieben wurde und dem heute 102 Staaten zugestimmt haben. Darin sind Grundsätze festgelegt, die die staatlichen Weltraumaktivitäten regeln. So wird etwa das Hoheitsrecht an Teilen des Weltraums, am Mond und an anderen Himmelskörpern ausgeschlossen. Für Forschung und wirtschaftliche Nutzung ist der Weltraum weitestgehend frei. Aber es gibt Beschränkungen. So muss die Erforschung und Nutzung des Weltraums Sache der gesamten Menschheit sein. Geschlossen wurde der Vertrag 1967 insbesondere mit Blick und Furcht vor einem Wettrüsten im All vor dem Hintergrund des Kalten Krieges.

  • Das Weltraumrettungsübereinkommen

    Das Weltraumrettungsübereinkommen wurde kurz nach dem grundlegenden Weltraumvertrag 1968 verabschiedet und regelt die Gewährung von Hilfe an in Not geratene Raumfahrer und zur Rückgabe von in den Weltraum gestarteten Gegenständen.

  • Das Weltraumhaftungsübereinkommen

    Mit dem Weltraumhaftungsübereinkommen wurde 1972 die Haftung im Weltraum in Regeln festgelegt. Zur Sicherstellung angemessenen Schadensersatzes für durch Weltraumgegenstände verursachte Schäden gibt es seitdem einen handfesten Rechtssatz - allerdings bezieht dieser sich in erster Linie auf staatliche und nicht auf private Aktivitäten im Weltraum.

  • Der Mondvertrag

    Nach dem allgemeinen Weltraumvertrag gilt der Mondvertrag von 1979 als die wichtigste Vereinbarung im Weltraumrecht. Darin wurden spezielle Regelungen über die Nutzung des Monds und der eventuellen Ausbeutung seiner Naturschätze festgehalten. Allerdings ist dieser Vertrag wenig bindend, denn im Vergleich zum Weltraumvertrag, dem immerhin 102 Staaten zustimmten, wurde der Mondvertrag bislang nur von 15 Staaten ratifiziert.

Die Kosmonauten haben die Sonnensegel auf mögliche Schäden durch Weltraumschrott und Mikrometeoriten untersucht und dann mit Pinselstrichen Proben von kosmischem Staub genommen“, sagte ein Sprecher. Padalka und Kornijenko reinigten zudem ein Bullauge und fotografierten einige Stellen der ISS-Außenhaut. Sie entfernten auch eine zehn Jahre alte Antenne. Auf dem Außenposten der Menschheit arbeiten derzeit drei Russen, zwei US-Amerikaner und ein Japaner.

Während ihre beiden Kollegen draußen schufteten, konnten die restlichen Besatzungsmitglieder erstmals Gemüse essen, das in der ISS angebaut worden war. US-Astronaut Scott Kelly hatte den Salat am 8. Juli gesät - nun sei Erntezeit, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. „Schmeckt gut, ein wenig wie Rucola“, sagte Kelly, der Öl und Essig unter den Salat gemischt hatte. Er versprach, auch Portionen für die „Außenarbeiter“ Padalka und Kornijenko übrig zu lassen.

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Die Pflanzen gedeihen auf der ISS unter rotem, blauem und grünem LED-Licht. Bisher war das in dem fliegenden Labor gewachsene Gemüse stets zur Untersuchung zur Erde gebracht worden. Analysen hätten ergeben, dass die auf der Station gezüchteten Pflanzen für den Verzehr geeignet seien, teilte die Nasa mit. Die Experimente sind Teil der Vorbereitung für einen Langzeitflug etwa zum Mars. Auf einer solchen Reise sollen sich Raumfahrer auch selbst versorgen können.

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