Kepler: Nasa hat schwere Probleme mit Weltraumteleskop

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Kepler: Nasa hat schwere Probleme mit Weltraumteleskop

Die Nasa hat offenbar ernste Schwierigkeiten mit ihrem Weltraumteleskop „Kepler“: Ein unentbehrliches technisches Teil zur Ausrichtung der Sonde auf ihre Ziele weise einen Defekt auf. Die Mission sei gefährdet.

Das Problem sei nach einer Serie von Tests entdeckt worden. Konkret funktioniere ein weiteres der vier sogenannten Drallräder nicht mehr, die das Teleskop in Position hielten. Da bereits im vergangenen Jahr ein Rad ausgefallen sei, könne „Kepler“ seine Suche nach einer „zweiten Erde“ zumindest vorerst nicht mehr fortsetzen.

Goldrausch am Himmel

  • 585.100 Asteroiden

    haben Astronomen bisher entdeckt. Es sind Reste aus der Urzeit des Planetensystems. Die meisten kreisen im sogenannten Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter um die Sonne.

  • 8900 erdnahe Asteroiden

    sind identifiziert, darunter 2008 HU4. Maximal 45 Millionen Kilometer von der Erdbahn entfernt, sind sie recht leicht per Rakete erreichbar.

  • 40.000 Billionen Dollar

    sind Rohstoffe wie Gold in diesem erdnahen Schwarm wert, schätzt der US-Planetologe John Lewis.

  • 2,6 Milliarden Dollar

    soll es kosten, den acht Meter großen Asteroiden 2008 HU4 zu fangen und in den Mondorbit zu bringen.

Die Nasa will jetzt nach Wegen suchen, das Drallrad zu reparieren oder das Teleskop auf andere Weise wieder funktionstüchtig zu machen. „Kepler“ war im März 2009 auf die Suche nach „erdähnlichen“ Planeten gestartet. Es hat seitdem laut Nasa bereits mehr als 2700 Planetenkandidaten bei anderen Sternen aufgespürt.

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Die Behörde hatte im vergangenen Jahr angekündigt, die Mission bis September 2016 laufen zu lassen. Sie hatte ihre Entscheidung mit der Erfolgsgeschichte des in der Erdumlaufbahn kreisenden Teleskops begründet.

Weltraumteleskop Forscher entdecken potenziell bewohnbares Planetenpaar

Astronomen haben im fernen All zwei Kandidaten für lebensfreundliche Planeten entdeckt. Die beiden Exoplaneten haben die Größenordnung der Erde, bestehen vermutlich aus Gestein und könnten flüssiges Wasser enthalten.

Forscher entdecken potenziell lebensfreundliches Planetenpaar. Quelle: dpa

Geplant außer Dienst geht nach drei Jahren das europäische Weltraumteleskop "Herschel". Auf seiner letzten Reise hatte sich das Teleskop überhitzt, so dass weitere Beobachtungen nicht mehr möglich seien.„Herschel“ hat den für die Instrumente notwendigen Kühlmittelvorrat aufgebraucht. „Der wissenschaftliche Teil der Mission ist damit beendet“, teilte das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau bei Göttingen mit. „Herschel hat alle Erwartungen übertroffen und uns eine unglaubliche Fülle an Daten beschert, mit deren Auswertung die Astronomen noch mehrere Jahre lang beschäftigt sein werden“, hieß es bei der Esa. Das Weltraum-Teleskop habe zum Beispiel viel zum Wissen über die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien beigetragen.

Das am 14. Mai 2009 ins All transportierte Teleskop galt mit einem 3,5 Meter messenden Hauptspiegel als besonders leistungsstark. Mit Kameras und Instrumenten wurden mehr als 35 000 wissenschaftliche Beobachtungen festgehalten.

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