Liebe und Körpergewicht: Beziehungen machen dick

Liebe und Körpergewicht: Beziehungen machen dick

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Wer in einer Partnerschaft lebt, nimmt stärker zu.

Liebe macht dick: Schon 2011 konnten Soziologen belegen, dass Menschen, die in einer Beziehung leben, an Gewicht zulegen. Jetzt haben Forscher herausgefunden: Am schlimmsten ist es bei Paaren, die zusammenleben.

Die Dates im Restaurant mit Vorspeise, Hauptgang, Nachtisch, der Rotwein am Abend oder die Tüte Popcorn im Kino: Bei vielen Paarunternehmungen gehört die Kalorienaufnahme irgendwie dazu. Das macht sich auf der Waage bemerkbar. Diesen Zusammenhang hat im August 2011 schon der deutsche Soziologe Thomas Klein belegt. In "Durch Dick und Dünn. Zum Einfluss von Partnerschaft und Partnermarkt auf das Körpergewicht" kommt er zu dem Ergebnis, dass Beziehungen einen “negativen Protektionseffekt” haben: man isst mehr, macht dafür weniger Sport. Und schon wächst das Beziehungsbäuchlein.

Zumindest, so lange alles in Ordnung ist. Wer unglücklich in seiner Beziehung sei, nehme eher wieder ab, so Klein. "Das geringere Gewicht in Problempartnerschaften ist … als Bemühen um körperliche Attraktivität in einer durch Probleme unsicher gewordenen Beziehung, das heißt als ‘Vorbereitung auf den Partnermarkt’ ... interpretierbar." Denn schlanke beziehungsweise normalgewichtige Singles haben bessere Chancen bei der Partnersuche.

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Verheiratete Paare sind Europaweit dicker

Nun haben Wissenschaftler der Universität Basel und des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung den Body-Mass-Index von verheirateten Paaren mit dem von alleinstehenden Menschen in neun europäischen Ländern verglichen. Insgesamt wurden mehr als 10.000 Menschen befragt. Denn grundsätzlich wird verheirateten Paaren nachgesagt, dass sie gesünder seien und länger lebten, als Alleinstehende. Das Ergebnis der Studie zeigt jedoch: Paare, die zusammen leben, essen zwar gesünder als alleinstehende Menschen, wiegen jedoch deutlich mehr und machen weniger Sport.

Wie sich der BMI berechnet

  • Formel

    Der Body-Mass-Index berechnet sich wie folgt: Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße mal Körpergröße in Metern.

    Bei einem Gewicht von 90 Kilogramm und einer Größe von 1,90 Meter beträgt der BMI also knapp 25.

  • Was ist normal?

    Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO wird ein BMI zwischen 18,5 und 24,9 als normal angesehen. Ab einem Wert von 30 Kilogramm pro Quadratmeter Körpergröße gelten Übergewichtige als behandlungsbedürftig.

In allen Ländern hatten sowohl die Männer, als auch die Frauen, die in einem gemeinsamen Haushalt lebten, einen höheren Body-Mass-Index als Singles beziehungsweise Paare, die nicht zusammen wohnen. Ein normaler Body-Mass-Index liegt laut Weltgesundheitsorganisation zwischen 18,5 und 25.

Weitere Artikel

Von Übergewicht spricht man bei einem Wert zwischen 25 und 30, darüber von Adipositas oder Fettleibigkeit. Der durchschnittliche Body-Mass-Index der befragten alleinstehenden Männer lag bei 25,7, bei den verheirateten Männern waren es 26,3. Bei den Frauen lag der Durchschnittswert der unverheirateten bei 25,1 und der verheirateten bei 25,6. Geht die Beziehung in die Brüche, schmilzt in der Regel auch der BMI wieder.

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