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Luftfahrt: Robilot

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In Zukunft sollen Flugzeuge ohne Piloten fliegen, was Ingenieuren gefällt beunruhigt Passagiere

von Jürgen Rees

Passagierflugzeuge fliegen in Zukunft automatisch – und sind dann (hoffentlich) sicherer.

Die X-47B sieht aus wie eine fliegende Untertasse. Doch das dreieckige flache Fluggerät des US-Flugzeugherstellers Northrop ist das erste strahlgetriebene Trägerflugzeug der Luftfahrtgeschichte, das ohne Pilot fliegt. Derzeit übt der Kampfjet das automatische Starten, Landen und Einparken auf einem amerikanischen Flugzeugträger auf einer Testbasis der US-Marine im Süden des US-Bundesstaates Maryland. Eine anspruchsvolle Aufgabe, die man seit Jahrzehnten nur den besten Piloten zugetraut hatte.

Flugzeuge ohne Piloten – Militärs fördern die nötige Technik, weil sie am stärksten davon profitieren. Schon heute gehören wenige Zentimeter bis mehrere Meter große Drohnen zum Alltag. Diese unbemannten Fluggeräte dienen der Aufklärung und führen Waffen mit. Doch die fliegende Untertasse X-47B kann mehr als herkömmliche Drohnen: Der Flieger bleibt mit Wiederauftanken bis zu zwei Tage in der Luft. Die US-Militärs wollen damit im Kriegsfall Ziele des Gegners aus sicherer Entfernung angreifen – ohne dass dabei eigene Soldaten ins Visier geraten.

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Mehr Sicherheit und sinkende Kosten

Auch Wetter- und Klimaforscher profitieren von der Entwicklung. Denn die strahlgetriebenen Flieger führen mehr Nutzlast mit als Propellermaschinen, die für die kleineren Drohnen eingesetzt werden: Sie können also mehr stromhungrige Messgeräte mitführen und betreiben.

Flugzeuge ohne Pilot versprechen aber in Zukunft auch für Passagier- und Transportflieger mehr Sicherheit und sinkende Kosten.

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Um das zu beweisen, bereiten sich Ingenieure derzeit in England auf den Flug eines Passagierflugzeuges ohne Piloten vor. Die Propellermaschine hebt vermutlich in den nächsten Monaten vom englischen Flughafen Warton bei Preston nach Schottland ab. An dem Projekt sind unter anderem die britischen Unternehmen BAE und Rolls-Royce beteiligt. Die Forscher, denen rund 77 Millionen Forschungsgelder zur Verfügung stehen, sollen herausfinden, ob der Flieger mithilfe von Kameras und Bilderkennungssoftware andere Flugzeuge schneller und sicherer erkennen kann als menschliche Piloten.

Ob Passagiere tatsächlich in ein Flugzeug ohne Piloten einsteigen würden, untersuchen die Ingenieure dagegen nicht.

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