"Lunar Lander": Europas Mond-Mission vor dem Aus

ThemaRaumfahrt

"Lunar Lander": Europas Mond-Mission vor dem Aus

Bild vergrößern

Ein vom Raumfahrtkonzern Astrium zur Verfügung gestelltes Computerbild zeigt eine unbemannte Mondfähre bei der Landung. Laut einem Medienbericht steht die Mission "Lunar Lander" vor dem Aus.

Mit der Mission "Lunar Lander" wollte auch Europa den Mond erforschen. Doch das Projekt droht zu scheitern. Laut einem Bericht zieht sich Deutschland von der Finanzierung zurück.

Die unbemannte Forschungsmission "Lunar Lander" steht offenbar vor dem Aus. Deutschland werde sich nicht mehr für das Projekt einsetzen, schreibt der Berliner "Tagesspiegel" unter Hinweis auf Informationen aus dem Bundeswirtschaftsministerium. Ziel des 500 Millionen Euro teuren Vorhabens war es, 2019 eine Forschungssonde am Südpol des Mondes landen zu lassen.

Weltraum-Forschung Europas Mondfahrt hängt am seidenen Faden

Die erste europäische Mondfähre ist ein technisches Wunderwerk: Sie kann selbstständig fliegen, Hindernissen ausweichen und sich einen sicheren Landeplatz suchen. Fraglich ist aber, ob sie je gebaut wird.

Ein Computerbild zeigt eine unbemannte Mondfähre bei der Landung auf dem Mond. Der Raumfahrtkonzern Astrium hat konkrete Pläne für eine erste europäische Mondlandung vorgelegt. Danach soll das Raumschiff 2019 am Südpol aufsetzen und den Mond mit einem Rover sechs Monate lang erforschen. Im November soll der Esa-Ministerrat entscheiden, ob die etwa 500 Millionen Euro teure Mission weiterverfolgt wird. Quelle: dpa

Über die weitere Finanzierung des Vorhabens sollten die Mitgliedsstaaten der Europäischen Raumfahrtagentur (Esa) in der kommenden Woche in Neapel beraten. Deutschland wird dabei von Peter Hintze (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, vertreten. Hintze hatte sich zuvor immer wieder für Mondmissionen, auch für "Lunar Lander", eingesetzt.

Anzeige

Grund für den Rückzug seien die knappen Budgets in den übrigen Esa-Mitgliedsstaaten, heißt es. Man fürchte, keine weiteren Unterstützer zu finden, um Geld für die Weiterentwicklung zu erhalten.

Erst Ende Oktober hatte der Raumfahrtkonzern Astrium konkrete Pläne für eine erste europäische Mondlandung vorgelegt. Das Bremer Unternehmen hatte für die Esa untersucht, wie eine unbemannte Mondfähre selbstständig auf dem Erdtrabanten landen könnte. Der bei Astrium für die Erkundung des Weltraums zuständige Leiter, Michael Menking, hatte sich zuversichtlich gezeigt, dass das Programm auf eine weitere Finanzierung hoffen kann. „Ich denke, dass es wirklich gute Chancen gibt, dass das Programm verlängert wird.“ Diese Hoffnungen dürften sich nach dem deutschen Rückzug nun zerschlagen haben.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%