Mars: Mikroorganismen könnten überleben

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Mars: Mikroorganismen könnten überleben

Mikroorganismen könnten trotz der extremen Trockenheit auf dem Mars überleben. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher, die vier Jahre lang untersucht haben, welchen Einfluss die Bedingungen auf dem Mars für Lebewesen haben.

Winzige Lebewesen könnten nach Expertenmeinung die extreme Trockenheit auf dem Mars überleben. Das ist ein Ergebnis eines Forschungsprojekts, das internationale Astrobiologen am Mittwoch im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln vorstellten. Das vier Jahre dauernde Projekt „Mase“ (Mars Analogues for Space Exploration) untersucht den Einfluss der Marsbedingungen auf Leben. Die Wissenschaftler nehmen dafür Proben von extrem trockenen, sauerstofffreien Orten auf der Erde. Die anaeroben Mikroorganismen werden isoliert und im DLR untersucht.

Im Mittelpunkt des „Mase“-Projekts steht die Frage, „wie Organismen, die an einen bestimmten Stressfaktor angepasst sind, auf den Einfluss weiterer auf dem Mars auftretender Stressfaktoren reagieren“, sagte Projektleiterin Petra Rettberg. Einige winzige Lebewesen haben eine ungewöhnliche Widerstandsfähigkeit gegenüber Faktoren wie extremer Trockenheit. Sie können in einem Ruhezustand Trockenphasen überdauern und nehmen dann, wenn es wieder Wasser gibt, ihren Stoffwechsel wieder auf und vermehren sich. Somit könnten sie womöglich auf dem Mars überleben, sagte Rettberg. Neuesten Forschungen zufolge gebe es auf dem Roten Planeten zumindest gelegentlich kurzfristig Wasser.

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Das internationale Weltraumrecht

  • Der Weltraumvertrag

    Als erste und grundlegende völkerrechtliche Vereinbarung des Weltraumrechts gilt der Weltraumvertrag, der 1967 unterschrieben wurde und dem heute 102 Staaten zugestimmt haben. Darin sind Grundsätze festgelegt, die die staatlichen Weltraumaktivitäten regeln. So wird etwa das Hoheitsrecht an Teilen des Weltraums, am Mond und an anderen Himmelskörpern ausgeschlossen. Für Forschung und wirtschaftliche Nutzung ist der Weltraum weitestgehend frei. Aber es gibt Beschränkungen. So muss die Erforschung und Nutzung des Weltraums Sache der gesamten Menschheit sein. Geschlossen wurde der Vertrag 1967 insbesondere mit Blick und Furcht vor einem Wettrüsten im All vor dem Hintergrund des Kalten Krieges.

  • Das Weltraumrettungsübereinkommen

    Das Weltraumrettungsübereinkommen wurde kurz nach dem grundlegenden Weltraumvertrag 1968 verabschiedet und regelt die Gewährung von Hilfe an in Not geratene Raumfahrer und zur Rückgabe von in den Weltraum gestarteten Gegenständen.

  • Das Weltraumhaftungsübereinkommen

    Mit dem Weltraumhaftungsübereinkommen wurde 1972 die Haftung im Weltraum in Regeln festgelegt. Zur Sicherstellung angemessenen Schadensersatzes für durch Weltraumgegenstände verursachte Schäden gibt es seitdem einen handfesten Rechtssatz - allerdings bezieht dieser sich in erster Linie auf staatliche und nicht auf private Aktivitäten im Weltraum.

  • Der Mondvertrag

    Nach dem allgemeinen Weltraumvertrag gilt der Mondvertrag von 1979 als die wichtigste Vereinbarung im Weltraumrecht. Darin wurden spezielle Regelungen über die Nutzung des Monds und der eventuellen Ausbeutung seiner Naturschätze festgehalten. Allerdings ist dieser Vertrag wenig bindend, denn im Vergleich zum Weltraumvertrag, dem immerhin 102 Staaten zustimmten, wurde der Mondvertrag bislang nur von 15 Staaten ratifiziert.

Die klimatischen Bedingungen auf dem Mars unterscheiden sich deutlich von denen auf der Erde: sehr dünne Atmosphäre, kein Sauerstoff, extrem niedrige Temperaturen, hohe Strahlung, ausgeprägte Trockenheit. Doch an einigen Orten auf der Erde sind Organismen zumindest an einzelne dieser Gegebenheiten angepasst: Im Sippenauer Moor in Deutschland etwa herrscht ein anaerobes sulfidreiches Umfeld.

Zwar sind die Organismen dort nicht allen „Stressfaktoren“, die auf dem Mars herrschen, gleichzeitig ausgesetzt. Dennoch ließen sich wichtige Schlüsse auf deren Überlebensfähigkeit ziehen.

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Salzablagerung in Meridiani-Region

Die Forscher nehmen an, dass die Bedingungen für Leben auf dem Mars früher vermutlich besser waren als heute. Deshalb sollen die Organismen im DLR künstlich altern und fossilisiert werden. So wollen die Forscher feststellen, welche Fossilien oder verwandte Organismen man möglicherweise auf dem Mars in Zukunft finden kann. Die Ergebnisse sollen helfen, künftige Weltraummissionen bei der Suche nach Leben vorzubereiten.

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