Massenveranstaltungen: Drängeln für die Wissenschaft

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Massenveranstaltungen: Drängeln für die Wissenschaft

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Drängeln für die SicherheitDrängeln für die Sicherheit

Forscher untersuchen 1.000 Fußgänger auf engem Raum, um Massenevents sicherer machen zu können. Dabei wird der Weg jedes Einzelnen mit einer speziellen Videotechnik aufgezeichnet.

Das Forschungszentrum Jülich führt ein weltweit einzigartiges Projekt durch. In der Messe Düsseldorf werden die Bewegungen von bis zu 1.000 Fußgängern täglich aufgezeichnet. Das Ziel: die Eigendynamik großer Menschenmassen besser verstehen und so die Sicherheit von Großveranstaltungen erhöhen.

Die größte Gefahr für Besucher von Fußballspielen oder Konzerten geht nicht von Brandstiftung oder Gewalt aus, sondern von Gedränge. Regelmäßig kommt es auf Großveranstaltungen zu Unfällen, weil die Menschenmassen außer Kontrolle geraten – so wie auf der Loveparade in Duisburg, wo 21 Menschen zu Tode gedrückt wurden.

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Wie digitale Fabriken funktionieren

  • Maschinen sprechen

    Damit sie sich verständigen können, erhalten Bauteile, Materialien und Transportkisten Minichips und Funkmodule. 2020 werden dadurch weltweit 50 Milliarden Geräte Teil des Internets sein – heute sind es zehn Milliarden.

  • Digital fertigen

    Bisher wird die Produktion zentral geplant. Künftig steuern Stühle, Handys oder Autos ihre Fertigung selbst – exakt nach Kundenwunsch. Experten rechnen mit Produktivitätssprüngen von 50 Prozent.

  • Global produzieren

    Kleine, verteilte Produktionsstätten – teils im transportablen Container-Format – lösen Riesenfabriken ab. Fachleute erwarten Energie- und Ressourceneinsparungen von 20 bis 25 Prozent.

  • Komplett recyceln

    Chips in Produkten speichern alle Bauteile und verwendeten Rohstoffe. Das digitale Gedächtnis erleichtert die Wiederverwertung und spart Milliarden Euro Kosten.

  • Produkte drucken

    3-D-Drucker fertigen Zahnkronen, Flugzeugteile oder Lampen. Statt Fertiggütern reisen Konstruktionsdaten um den Globus. Die Mikrofabrik für jeden wird Realität.

  • Autonom entwickeln

    Produkte, wie etwa Laufschuhe, zeichnen das Nutzerverhalten auf. Die erf1assten Daten sind Grundlage optimierter, personalisierter Folgeprodukte.

  • Intelligent verknüpfen

    Integrierte Chips verbinden alle Produkte mit dem Internet. Bald wird es so etwa möglich sein, dem Auto per Handy-App zu befehlen, autonom vom Parkhaus zum Restaurant vorzufahren.

Um in Zukunft solche Massenevents besser unter Kontrolle zu haben, führen Wissenschaftler des Jülicher Supercomputer Centre (JSC) Experimente in der Messe Düsseldorf durch. Bis zu 1.000 Fußgänger werden sich dort auf engem Raum bewegen, während die Forscher den Laufweg jedes Einzelnen mit einer speziell entwickelten Videotechnik aufzeichnen.

Die Probanden werden verschiedene Wege abgehen und typische Szenarien nachstellen, wie das Gedränge an den Zu- und Ausgängen. Die Wissenschaftler wollen mit den Experimenten unter anderem herausfinden, wie ein Fußgängerstau entsteht, wann dieser in ein Gedränge umschlägt und wie man die Ströme sicherer lenken kann, etwa durch gezielte Anweisungen, Geländer oder Absperrungen.

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Unterstützt werden die Forscher vom Institut für Medienforschung der Uni Siegen, da auch die Kommunikation in der Menschenmenge bei den Untersuchungen berücksichtigt werden soll.

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