Meteorschwarm der Geminiden: Advents-Sternschnuppen im Anflug

Meteorschwarm der Geminiden: Advents-Sternschnuppen im Anflug

, aktualisiert 12. Dezember 2016, 15:17 Uhr
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In dieser Woche ist der Sternschnuppenregen der Geminiden zu beobachten.

Quelle:Handelsblatt Online

In wolkenfreien Nächten lohnt sich derzeit der Blick in den Himmel besonders: Am Dienstag erreicht der Meteorschwarm der Geminiden seinen Höhepunkt und beschert uns einen leuchtenden Sternschnuppen-Regen.

KölnHimmelsgucker dürfen sich an den kommenden Tagen auf einen des schönsten Meteorschwärme des Jahres freuen: Bei wolkenfreiem Himmel wird Anfang der Woche eine Vielzahl von Sternschnuppen über den vorwinterlichen Nachthimmel flitzen: Der alljährliche Strom der Geminiden erreicht am Dienstag seinen Höhepunkt. Passionierte Sterngucker müssen allerdings damit rechnen, dass der helle Mond die lichtschwächeren Geminiden-Meteore überstrahlen wird.

Bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird der Sternschnuppenregen der Geminiden beobachtet. Dabei bringt der nach dem Sternbild Zwillinge (lateinisch: gemini) benannte Schwarm oft besonders viele und helle Sternschnuppen hervor, die bei klarem Wetter auch am Himmel über lichtdurchfluteten Großstädten zu sehen sind.

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Am besten eignen sich allerdings dunkle Orte fernab der Städte zum Beobachten der vorweihnachtlichen Lichterscheinungen – Orte also ohne künstliches Licht und mit guter Rundumsicht. Wer den Meteorstrom fotografieren will, sollte eine Kamera mit einem Weitwinkelobjektiv auf ein Stativ montieren und eine Langzeitbelichtung wählen.

Die Geminiden stehen meist im Schatten der wesentlich bekannteren Perseiden, die im Sommer auf die Erde niedergehen. Dass die Geminiden weniger populär sind, liegt vor allem an der Jahreszeit ihres Auftretens: Das kalte und oft auch trübe Dezemberwetter bietet Sternschnuppenjägern nun einmal unbequemere Beobachtungsbedingungen als laue Sommernächte.


Kosmische Staubspur

Das Sternbild Zwillinge mit seinen beiden Hauptsternen Castor und Pollux ist Namensgebung für den Geminiden-Schwarm, weil die Dezembersternschnuppen aus genau dieser Richtung zu fallen scheinen. Dieser scheinbare Ausgangspunkt der Meteorbahnen wird von den Astronomen Radiant genannt.

In Wahrheit entstammen die Schnuppen freilich einer Staubwolke, die ein Asteroid mit dem Namen Phaeton hinterließ. Auf ihrer Bahn um die Sonne durchquert die Erde jedes Jahr um die gleiche Zeit diese Wolke. Dabei treten die Staubpartikel in die Erdatmosphäre ein, in der sie dann die als Sternschnuppen bekannten Leuchtphänomene erzeugen.

Im Vergleich zu anderen Sternschnuppenströmen weisen die Geminiden einige Besonderheiten auf. So ziehen die Meteore des Stroms vergleichsweise langsam über den Himmel. Grund ist die geringe Geschwindigkeit, mit der die Geminiden-Teilchen in die Atmosphäre eintauchen.

Als weitere Eigentümlichkeit der Geminiden gilt, dass in den Stunden des Sternschnuppenmaximums zunächst die lichtschwächeren und erst am Ende die hellsten Meteore aufleuchten. Besonders auf diese hellen Geminiden dürften sich jene freuen, die beim Anblick einer Sternschnuppe an die Erfüllung eines Wunschs glauben – gerade in der Vorweihnachtszeit.

Quelle:  Handelsblatt Online
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