Muttermilch: Gestillte Kinder sind intelligenter

Muttermilch: Gestillte Kinder sind intelligenter

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Muttermilch ist die optimale Ernährung für Babys in den ersten vier bis sechs Lebensmonaten. Sie ist von Natur aus perfekt auf die Bedürfnisse des Säuglings abgestimmt.

Muttermilch ist, daran zweifelt kein Kinderarzt mehr, die beste Nahrung für neugeborene Kinder. Studien zufolge schneiden gestillte Kinder später besser in Intelligenztests ab als ungestillte.

Wer als Baby gestillt wurde, schneidet im Erwachsenenalter in Intelligenztests im Schnitt besser ab und verdient mehr Geld. Das zeigen verschiedene Studien, aktuell eine in der medizinischen Fachzeitschrift "Lancet".

"Die Auswirkungen des Stillens auf die Entwicklung des Gehirns und die Intelligenz von Kindern sind bekannt", sagte Bernardo Lessa Horta, von der brasilianischen Universität Pelotas, der Hauptautor der Studie. Zusammen mit Kollegen hat er erstmals umfangreich untersucht, wie stark dieser Effekt sein könnte. Weniger klar sei nämlich bislang gewesen, ob diese Auswirkungen bis ins Erwachsenenalter andauern.

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"Je länger ein Kind gestillt wurde (bis zu zwölf Monate), desto größer waren die Vorteile", schreiben Hortas und Kollegen. Ein Mensch, der als Baby mindestens ein Jahr lang gestillt wurde, übertraf diejenigen, die kürzer als einen Monat gestillt wurden, laut der Studie durchschnittlich um vier IQ-Punkte, ging 0,9 Jahre länger zur Schule und hatte ein um 341 brasilianische Real erhöhtes Monatseinkommen. Das entspricht derzeit etwa einem Drittel des durchschnittlichen Einkommens in Brasilien.

Untersucht wurde die Entwicklung von 3500 Neugeborenen über einen Zeitraum von 30 Jahren.

Soziale Herkunft, Einkommen und Bildungsstand der Mütter spielen dabei keine Rolle, betonen die Forscher. Das Stillen sei unter hochgebildeten, gut verdienenden Frauen nicht stärker verbreitet, sondern gesellschaftlich gleich verteilt.

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Ähnliche Effekte des Stillens auf die Intelligenz hatte vor einigen Jahren auch eine Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation WHO in Weißrussland ergeben. In den ersten Lebensjahren hatten die Mediziner dort viele gesundheitlichen Vorteile für die gestillten Kinder festgestellt. Die einzige Langzeitwirkung, die gemessen werden konnte, war ein Unterschied im Intelligenzquotienten. Kurz nach der Einschulung zeigten gestillte Kinder einen im Durchschnitt um sechs Punkte höheren Intelligenzquotienten.

Als Grund für die positiven Effekte der Muttermilch auf die Intelligenz vermuten Mediziner vor allem die so genannten "langkettigen Fettsäuren", die für die Hirnentwicklung von Kindern bedeutsam sind. Sie kommen in der Muttermilch in hohen Mengen vor. Allerdings ist ein kausaler Zusammenhang noch nicht ausreichend belegt.

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