Nach Sonnen-Annäherung: Komet Ison ist verschwunden

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Nach Sonnen-Annäherung: Komet Ison ist verschwunden

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Ein Nasa-Bild zeigt Ison auf seiner Reise zur Sonne. Laut Nasa ist der Komet verschwunden.

Der Komet Ison fasziniert die Wissenschaft. Am Donnerstagabend erreichte er den sonnennächsten Punkt - und verschwand einfach. Offenbar überstand der Himmelskörper die Hitze der Sonne nicht.

Komet Ison hat die Reise an der Sonne vorbei offenbar nicht überstanden. Die Auswertung von Bildern der US-Raumfahrtbehörde Nasa zeigten laut Wissenschaftlern zwar, wie sich der Komet seinem sonnennächsten Punkt am Donnerstag annäherte, doch als er sich wieder entfernen sollte, war nur noch eine Staubspur zu sehen. „Es sieht so aus, als hätte Komet Ison die Reise nicht überlebt“, erklärte Nasa-Sonnenforscher Karl Battams. Eine endgültige Bestätigung stand aber noch aus. Auch die Sprecherin des Max-Planck-Institutes für Sonnensystemforschung im südniedersächsischen Katlenburg-Lindau, Birgit Krummheuer. sagte: „Wir wissen nicht, ob der Kern des Schweifsterns noch existiert“.

Ison ist 4,6 Milliarden Jahre alt und stammt vom Randbezirk unseres Sonnensystems. Der Komet wurde vor gut einem Jahr entdeckt, seine Geschwindigkeit in Richtung Sonne betrug im Januar etwa 64.000 Stundenkilometer, Tendenz steigend. Vor einer Woche wurde er mit 240.000 Stundenkilometer gemessen. Am Donnerstag sollte er nach Angaben von Astronomen seine Höchstgeschwindigkeit von 1,33 Millionen pro Stunde und kurz vor 20 Uhr den kürzesten Sonnenabstand erreichen.

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Ein von Max-Planck-Forschern gebautes Instrument auf der Raumsonde „Soho“ habe zur fraglichen Zeit zwar Signale von Ison registriert. Auch zeigten Bilder, die wenig später von einem anderen Instrument aufgenommen wurden, einen Kometenschweif. Dieser war nach Berechnungen der Forscher schon vor einigen Tagen mehr als eine Million Kilometer lang gewesen. Ob sich unter dem Schweif aber noch der im Durchmesser mehrere Kilometer große Kometenkern befindet, sei ungewiss. Die niedersächsischen Max-Planck-Forscher hatten es für möglich gehalten, dass Ison den Sonnenvorbeiflug heil übersteht. Sie hatten aber auch nicht ausgeschlossen, dass der aus Eis und Gestein bestehende Kern bei der Passage zerbricht oder verdampft. Was tatsächlich geschehen ist, müssten weitere Messungen und Untersuchungen klären, sagte Krummheuer.

Würde Ison an der Sonne vorbeikommen, würde er in den kommenden Tagen ein hübsches Schauspiel am Nachthimmel bieten. Denn Kometen ziehen eine Schleppe aus Staub oder Ionen hinter sich her, die vom Sonnenwind zum Leuchten angeregt wird. Diesen Schweif könnten dann alle Menschen nördlich des Äquators bestaunen. Die größte Erdnähe würde Ison im Fall der Fälle am 26. Dezember erreichen.

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