Nasa-Sonde Cassini: Raumsonde vor finalem Sturzflug

Nasa-Sonde Cassini: Raumsonde vor finalem Sturzflug

, aktualisiert 10. September 2017, 16:33 Uhr
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Die Saturn-Raumsonde Cassini hat in den vergangenen zehn Jahren viele Entdeckungen rund um den zweitgrößten Planeten unseres Sonnensystems gemacht. 20 Jahre nach dem Start steht jetzt das große Finale der Mission bevor.

Quelle:Handelsblatt Online

Rund 20 Jahre lang war die Raumsonde Cassini unterwegs, hat mit spektakulären Manövern den Saturn und seine Monde erkundet und Forscher begeistert. Jetzt steht das spektakuläre Ende der Mission bevor.

WashingtonAuf das „große Finale“ folgt ein Ende mit Knall: Rund 20 Jahre nach ihrem Start soll die Raumsonde Cassini sich am kommenden Freitag (15. September) kontrolliert in den Saturn stürzen.

„Das Ende der Mission wird ein ergreifender Moment, aber ein passender und sehr wichtiger Abschluss einer beeindruckenden Reise“, sagt Earl Maize von der US-Raumfahrtbehörde Nasa. „Indem wir das Raumschiff sicher in der Atmosphäre des Saturn entsorgen, verhindern wir jede Möglichkeit, dass Cassini in der Zukunft irgendwann auf die Monde des Saturns auftreffen und damit ihre unberührte weitere Erkundung unmöglich machen könnte.“

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Das „letzte Abtauchen“ beginnt am Freitag um 10.37 Uhr (MESZ), dann geht es für die Sonde hinein in die Atmosphäre des Gasriesen. Gegen 13.54 Uhr erwartet die Nasa via Radiowellen das letzte Signal von Cassini aus einer Höhe von rund 1500 Kilometern über den Wolken des Saturns, bevor die Sonde wie ein Meteor auseinanderbricht.

Bis zuletzt soll die 12.600 Kilogramm schwere Sonde funken. Die Kamera wird zwar schon am Tag vor dem Absturz abgestellt, aber acht der zwölf wissenschaftlichen Instrumente an Bord von Cassini arbeiten weiter.

„Während des Rasens in die Atmosphäre werden wir in Echtzeit Daten senden – das gab es noch nie am Saturn“, sagt Nasa-Managerin Lisa Spilker. Wertvolle Daten etwa über die Zusammensetzung der Atmosphäre des Planeten sollen so gesammelt werden.


Die Erwartungen wurden übererfüllt

Wissenschaftler sind gespannt – ohnehin aber hat die 1997 gestartete und rund 3,2 Milliarden Dollar teure Mission, an der Tausende Mitarbeiter aus 17 Ländern beteiligt sind, alle Erwartungen übererfüllt. „Die Mission war vollgepackt mit wissenschaftlichen Premieren“, sagt Spilker.

Noch nie zuvor hatte sich eine Sonde in die Region der Saturn-Ringe gewagt. Cassini hat das Verständnis über den Planeten und seine Ringe revolutioniert und einiges entdeckt, was Forscher begeistert – etwa einen Ozean auf dem Mond Enceladus, der möglicherweise Leben dort zulassen könnte, und flüssige Methan-Seen auf dem Mond Titan.

Zum Schluss war Cassini in einem „großen Finale“ 22 Mal mit spektakulären Manövern zwischen dem Saturn und seinen Ringen hindurchgetaucht. Teils lagen die Flughöhen nur rund 1700 Kilometer über der obersten Wolkendecke des Planeten.

Quelle:  Handelsblatt Online
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