Nasa-Studie: Das Ende der Menschheit ist nah

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Nasa-Studie: Das Ende der Menschheit ist nah

Amerikanische Forscher haben den Ressourcenverbrauch unserer Gesellschaft in einen Algorithmus gepackt. Das Ergebnis ist eindeutig: Unsere Zivilisation ist dem Ende geweiht.

Aus vorbei, nichts geht mehr. Die Menschheit ist am Ende. Das prophezeit eine aktuelle Studie, die von der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa mitfinanziert wurde. Darin spielte die amerikanische Raumfahrtbehörde etliche Szenarien über den Fortbestand der Erde durch und kam immer zu dem gleichen Ergebnis: Unsere Zivilisation wird aufgrund des Klimawandels, des Ressourcenverbrauchs und des Bevölkerungswachstums nicht überleben. Das Ende der Ära Mensch sei unausweichlich, heißt es in der Studie.

Die Begründung klingt nach einer Neuauflage der Abhandlung „Der Untergang des Abendlandes“, die der Philosoph Oswald Sprengler bereits 1918 veröffentlichte. Darin richtete sich der Wissenschaftler aus dem Harz gegen eine lineare Geschichtsschreibung, in der die Geschichte der Menschheit eine fortlaufende Erfolgs- und Wohlstandsstory ist. Vielmehr favorisierte er eine Zyklentheorie, nach der Kulturen immer wieder neu entstehen, eine Blütezeit erleben und schließlich untergehen.

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So glauben auch die von der Nasa beauftragten Forscher, dass der Grund für das Ende unserer Gesellschaft in ihrer Natur liegt. „Der Prozess des Aufstiegs und Kollapses ist ein immer wiederkehrender Prozess, wie die Geschichte zeigt“, heißt es in der Forschungsarbeit. Sie wurde vom Nasa Goddard Space Flight Center finanziert und brachte die Arbeit von Mathematikern, Soziologen und Ökologen zusammen. Nach ihren Erkenntnissen seien sehr hoch entwickelte Kulturen immer wieder stark anfällig für existenzielle Krisen gewesen.

„Der Niedergang des römischen Reiches und die einst ähnlich weit entwickelten Dynastien von Han, Maurya und Gupta sowie die mesopotamischen Hochkulturen sind Beispiele für die Tatsache, dass hoch entwickelte, fortschrittliche, komplexe und kreative Zivilisationen sowohl zerbrechlich als auch nicht von Dauer sind“, heißt es in der Studie.

Laut den Berechnungen von Mathematiker Safa Motesharrei und seinem Team seien fünf Entwicklungen für den Kollaps unserer Gesellschaft verantwortlich: Bevölkerungswachstum, Klimawandel, Wasserversorgung, Landwirtschaftsentwicklung und Energieverbrauch. Sobald zwei Entwicklungen einsetzen, die diese Faktoren maßgeblich beeinflussen, sei der Untergang nicht mehr aufzuhalten. Und eben das sei bereits passiert. Unsere Gesellschaft überlaste die Ökosysteme, was in der Kettenreaktion zu einem zu hohen Verbrauch der Globalressourcen führt. Entsprechend werden die Ressourcen teurer und die Gesellschaft spaltet sich in Reiche und Arme. Diese Tendenzen zeigen sich schon heute und waren in der Historie immer die zentrale Dynamik für den Niedergang von Hochkulturen.

„Der angehäufte Überfluss ist in der Gesellschaft nicht gleich verteilt und wird stattdessen von einer Elite kontrolliert. Der Großteil der Menschen, der den Wohlstand produziert, bekommt nur den Bruchteil von dem, was die Elite bekommt“, heißt es in der Studie. Mit der Elite meinen die Forscher die westlichen Industriestaaten.

Warum uns der technologische Fortschritt nicht retten wird

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All diese Argumente sind nicht neu. Auch ohne die aufwendigen Berechnungen der Wissenschaftler sind diese Überlegungen schon aus Gesellschafts- und Umweltstudien bekannt. Schon 1972 veröffentlichten Forscher aus St. Gallen ganz ähnliche Ergebnisse in ihrem Bericht „Die Grenzen des Wachstums“, der im Auftrag des Club of Rome erstellt wurde.

Letzter Rettungsanker war stets, dass der technologische Fortschritt die Menschheit vor dem Untergang retten könne. Auch diese These haben die Wissenschaftler vorerst wiederlegt. „Technologischer Fortschritt kann die Effizienz in der Ressourcen-Nutzung steigern. Aber er steigert ebenfalls die Ressourcennutzung durch diejenigen, die Kapital besitzen und erhöht damit wieder den Verbrauch von Ressourcen durch diese Elite“, heißt es in der Studie. Die Politik müsse hier regulierend tätig werden, fordern die Wissenschaftler.

Wie lange sich die Menschheit als Hochkultur noch auf der Erde halten wird, konnten die Forscher übrigens nicht berechnen. Das hänge davon ab, wie wir künftig mit unseren Ressourcen umgehen.

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